Die Handelsgastronomie legt zu: Der Umsatz geht in den letzten Jahren steil nach. Allein im vergangenen Jahr haben diese ganzen Restaurants in Möbelhäusern und Warenhäusern so ungefähr 11,7 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Das ist ein Plus von 16 Prozent allein innerhalb von einem Jahr. Bei Ikea macht die Gastronomie einen enormen Anteil aus: 2022 waren es 267 Millionen Euro Umsatz. Einige Jahre davor waren es gerade mal 180 Millionen. Da sieht man, da ist sehr, sehr viel drin. Übrigens: Ikea ist damit im Prinzip gar nicht mehr so weit hinter McDonald's. Und das, obwohl Ikea eigentlich ein Möbelhaus ist. Aber immer häufiger gehen Menschen dort hin, um zu essen. Und das ist auch bei anderen Kaufhäusern so.
Der Trend zur Handelsgastronomie hat verschiedene Gründe: Zum einen sind die Preise in der klassischen Gastronomie enorm gestiegen. Seit 2020 ungefähr um 30 Prozent, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervorgeht. In SB-Restaurants ist es natürlich deutlich günstiger. Zum anderen sagen Konsumforscher aber auch, dass sich das Essverhalten von uns Deutschen ganz generell verändert hat. Kleine Snacks sind viel beliebter als früher. Das sieht man auch daran, was vor allem verkauft wird. Auf Platz eins stehen beispielsweise belegte Brötchen. Essen auf die Hand, für das man sich gar nicht oder nur sehr kurz hinsetzen muss, liegt im Trend.