Der Held von Mannheim kommt hier als Zweiter zu seinem Empfang ins Stadthaus. Dort spricht A. Muhammad zum ersten Mal über das, was er gemacht hat als am Rosenmontag der Amokfahrer von Mannheim an ihm vorbeigerast ist:
OT A. Muhammad, Taxifahrer
"Ich hab Gas gegeben, hinter ihm, meine Fenster waren runter, hab die ganze Zeit gehupt, die ganze Zeit ich hab gehupt. Laut die Leuten gesagt: Bitte aufpassen, bitte weg und die ganze Zeit gehupt. Dann bis Sackgasse, dann er hat gestoppt."
Anschließend schießt der mutmaßliche Amokfahrer um sich. Der Taxifahrer bringt sich in Sicherheit, kurz darauf kann die Polizei den Verdächtigen festnehmen. Der Mann ist mehrfach vorbestraft, unter anderem weil er im Internet gegen Menschen gehetzt hat, er soll außerdem psychisch krank sein.
Ein Profil, bei dem beispielsweise in NRW die Alarmglocken hätten klingeln können. Denn dort nutzt die Polizei ein Früherkennungsprogramm zur Tätererkennung.
"PeRiskoP" nennt sich das und steht für "Personen mit Risikopotenzial ". Damit werden Menschen beobachtet, die auffällig geworden sind:
OT Marc Pawleta, Dezernatsleiter Landeskriminalamt NRW
"Es gibt verschiedene Verdachtsmomente. Manche treten durch einfache Gewalttaten auf, manche treten durch Vielschreiberei im Internet auf. Man muss einfach immer analysieren, worum handelt es sich, Informationen zusammentragen und dann natürlich auch bewerten, ob von diesen Personen tatsächlich eine Gefahr ausgeht."
In Zusammenarbeit mit verschiedenen Behörden sollen so
Verdachtspersonen früher erkannt und gegebenfalls psychologisch behandelt werden.
Ob dieses Programm den Täter von Mannheim im Vorfeld erkannt hätte, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, aber die Chance dazu hätte bestanden.