Ihre Mission heißt: Deichverteidigung. Unermüdlich schuften rund 400 Einsatzkräfte in Sandkrug im Kreis Oldenburg: Im Schichtdienst haben sie 600 tonnenschwere Sandsäcke gefüllt. Ein Hubschrauber der Bundespolizei fliegt alle 5 Minuten eine dieser Big Bags zum aufgeweichten Deich der Hunte.
„Die Deiche sind wie Wackelpudding, sie sind einfach vollgesogen wie ein Schwamm und das Wasser ist im Deich drin, wir müssen diesen jetzt stabilisieren, damit der einfach nicht auseinanderbricht.“
Vor allem in Niedersachsen entlang von Ems und Weser bleibt die Hochwasserlage angespannt, auch wenn inzwischen viele Pegel stabil sind.
In Verden, wo die Aller die Altstadt geflutet hat, drückt das Wasser gegen die Häuser - hier hilft jetzt Hoffen und Zusammenhalten:
„Wir tauschen alles aus, ob das jetzt Watthosen sind oder Gummistiefel oder Pumpen oder Essen, da wird für alle denn gemeinsam ge-kocht...“
In Lilienthal in der Nähe von Bremen können hunderte Menschen kurz vor dem Jahreswechsel noch nicht zurück in ihre Häuser. Mehrere Straßen sind ohne Strom.
„Es ist nicht zu fassen, wie Wasser überhaupt in den Mengen auftauchen kann.“
Rund 100.000 Helfer kämpfen schon seit Weihnachten gegen Wassermassen wie diese hier in Meppen. Und auch im neuen Jahr ist längst nicht überall Land in Sicht. An der Hunte bereitet Oldenburg schon neue Evakuierungen vor. Bleibt ein Wunsch:
„Jetzt hoffen wir einfach darauf, dass wir auch Silvester vielleicht endlich mal zu unseren Familien können...“