Diese Ergebnisse sind wirklich ein voller Erfolg. Zumindest für Patientinnen mit einer besonders aggressiven Brustkrebs-Form. Dr. Rachel Würstlein, Onkologin: Das gilt für die Patientinnen mit HER2...die noch nicht optimal auf die erste Therapie angesprochen haben.... Und das betrifft 15-20 Prozent aller Betroffenen. Nicht wenig... umso schöner auch, dass diese Langzeitstudie jetzt erfolgreich geendet ist. Fast zehn Jahre lang haben Ärzte daran geforscht und dabei das sogenannte Antikörper-Wirkstoff-Konjugat T-DM1 herausgefunden.
Dr. Rachel Würstlein, Onkologin: 01.12:56 bis 01:13:07 Das heißt wir machen eine STANDARD oder bekannte Chemo-Antikörper-Therapie vor der Operation und prüfen dann am Operationsgewebe, ob noch Tumorreste in der Brust oder in den Lymphknotengewebe vorhanden sind. Wenn das gerade beim H2positiven Brustkrebs der Fall ist, wissen wir, dass das mit einer schlechten Prognose zusammenhängt. Und genau diese Prognose hat man gerade jetzt durch das Antikörper-Trackonjugat so erheblich verbessern können.
Der Antikörper erkennt gezielt die Tumorzelle und bindet sich an sie. Er bringt den Wirkstoff direkt in die bösartige Zelle. Diese werden zerstört und gesunde Zellen bleiben – anders als bei einer normalen Chemotherapie – verschont.
Das neue Behandlungskonzept ist so erfolgreich, dass jetzt, nach fast zehn Jahren noch neun von zehn Patientinnen mit dieser aggressiven Diagnose am Leben sind. Heißt, das Rückfallrisiko ist viel geringer.
Dr. Rachel Würstlein, Onkologin: 01:10:13....bis 01:10:48 Wir wissen eben durch die Ergebnisse, die im Dezember gezeigt wurden, dass die Prognose um 50 % verbessert wurde. Auch ein erheblicher Teil dieser Patienten mit TDM1 hat eine deutlich verbesserte Prognose, keinen Rückfall, keine Metastasierung und daher natürlich auch Überleben von dieser Erkrankung. Und deshalb war das ja eine so bahnbrechende Idee und dann auch Gott sei Dank die guten Ergebnisse. Um das jetzt sehr vielen Patienteninnen und Patienten in Deutschland, aber auch weltweit zur Verfügung zu stellen.
Außerdem haben Patientinnen durch die neue Antikörpertherapie kombiniert mit der Chemotherapie viel weniger Nebenwirkungen verspürt. Ein voller Fortschritt auch in der Krebsforschung.