Erste Regenschauer machen Hoffnung in der Nacht in den Brandgebieten. In Treuenbrietzen steht eine Fläche so groß wie rund 280 Fußballfelder in Flammen. Seit dem Abend melden die Helfer: Die Lage ist weitgehend stabil. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke ist vor Ort, dankt den Helfern:
Dietmar Woidke
Ministerpräsident Brandenburg
"Durch die ständigen Richtungswechsel des Windes ist er Brand unberechenbar, in Teilen auch außer Kontrolle geraten in den letzten Stunden. Deswegen sind Evakuierungen notwendig geworden, 600 Menschen wurden bereits evakuiert. Und wir können nicht aus-schließen, dass weitere Menschen evakuiert werden müssen."
Der Brand liegt ausgerechnet in einem schwer zugänglichen Gebiet. Dort liegt noch Munition aus dem zweiten Weltkrieg:
Kai-Uwe Schwinzert, Landkreis Potsdam-Mittelmark
"Dann ist das Mittel der Wahl, die Brandbekämpfung aus der Luft, weil der Hubschrauber direkt über das Gebiet fliegen kann, was den Einsatzkräften nicht möglich ist aufgrund der Munitionsbelastung."
Nur etwa 20 Kilometer weiter nördlich bei Beelitz treibt der starke Wind am Abend die Flammen immer weiter. Drei Dörfer sind bereits evakuiert, die Bewohner geschockt:
"Was nimmt man mit? Ja Akten, Bilder, die man nie wieder ersetzen kann, Medikamente, ein paar Sachen."
"Is schon schwierig. ...Die Leute hier sind alle verzweifelt, die rennen alle hin und her."
"Ick hab zwei Schnellhefter drin und noch wat zum Anziehen. Mehr weiß ick leider nicht, keine Ahnung. Jeden-falls is mir hundeübel."
Heute früh hoffen jetzt alle hier auf den Regen - die ersehnte Hilfe von oben im Kampf gegen die Feuer.