Sandsäcke schleppen im Dauerregen: Einsatzkräfte der Feuerwehr im Landkreis Leer in Niedersachsen versuchen die Wassermassen in Zaum zu halten. Der Deich des Flusses "Hollener Ehe" ist durch die Wassermassen komplett aufgeweicht und sogar an mehreren Stellen gebrochen. 425 Einsatzkräfte der Feuerwehr sind im Einsatz:
„Zusätzlich sind Kräfte des THWs vor Ort und es haben sich aufgrund des ich nenne es mal Dorffunks viele Vereine gemeldet, sodass wir mittlerweile über 500 Personen sind, die mit einer Menschenkette versuchen, etwa 3000 Sandsäcke an die Bruchstellen zu bringen, um den Deich entsprechend sichern zu können.“
Über die Weihnachtstage hat die Hochwassergefahr an vielen Flüssen und Bächen weiter zu genommen - vor allem im Nordwesten des Landes.
Angespannt ist die Lage auch am Ruhrdeich nahe Oberhausen. Und auch große Flächen Sachsen-Anhalts
und Thüringens stehen unter Wasser.
Dort ist der Ort Windehausen schon seit Tagen vom Wasser eingeschlossen. Das Wasser im Ort ist teilweise auf bis zu einem Meter gestiegen:
„Ich wohne seit 43 Jahren in Windehausen. So was haben wir überhaupt noch nie gehabt. Wir hatten 2003, 2005 und 2013 ein Hochwasser. Aber nicht in diesen Dimensionen.“
Weil die Situation so bedrohlich ist, hat der Bürgermeister den 500-Einwohner Ort am ersten Weihnachtstag evakuieren lassen. Betroffene können in dieser Turnhalle unterkommen.
Denn auch die Aussichten für die kommenden Tage bleiben schlecht: Bei dem Ausmaß des Hochwassers müsse man damit rechnen,
"dass es zwei bis drei Tage dauern wird, bevor die Menschen wieder in ihre Häuser zurückkehren können. Und man kann diese Ortslage erst wieder freigeben, wenn alle Keller leergepumpt sind, die Stromanlagen gesichert sind, weil erst dann wieder laufen die Pumpen, mit denen man das Abwasser auch wegschaffen kann.“
Doch es gibt auch gute Nachrichten:
Am Oberrhein in Rheinland-Pfalz sinken die Wasserstände wieder.
Auch in Bayern hat sich die Hochwasserlage