Kerzengleich zaubern sie ein schönes, warmes Licht. Aber: Dafür verbrauchen sie den derzeit wohl meistgefragten Energieträger: Sie verbrennen Gas. Die Stadt Frankfurt will die historischen Gaslaternen abschaffen. Dagegen regt sich Widerstand von der Bürgerinitiative Dichterviertel
Christian Althen, Vorsitzende Bürgerinitiative
"wenn Sie eine Kerze anzünden für ein Dinner, dann ist das was anderes als wenn Sie ein LED-Licht hinstellen, das ein sehr kaltes Licht macht. Deswegen ist es in unseren Augen erhaltenswert."
Das Problem: Zwei Lampen verbrauchen pro Jahr so viel Gas wie eine sparsame Familie. Die 4.100 Gaslaternen in der Stadt sind somit genauso energieintensiv wie die fast 70.000 elektrischen Straßenlaternen in Frankfurt.
In Städten wie London oder Düsseldorf stehen die alten Lampen unter Denkmalschutz. Ähnliches fordert auch Christina Althen:
Christian Althen, Vorsitzende Bürgerinitiative
"Man wirft auch kein historisches Auto weg, weil es mehr Sprit verbraucht sondern man hegt sie und pflegt sie."
Die Gasrelikte aus den 50er Jahren sind nur für rund 0,3 Prozent des Frankfurter Gas-Verbrauchs verantwortlich. Ein verschwindend kleiner Teil. Die meiste Energie verbrauchen die Frankfurter Bürger sowie die Industrie.
Dass die Gaslaternen abgebaut werden sollen finden die von uns befragten aber gut.
VOxpops
DAs ist nachvollziehbar, wir werden uns alle einschränken müssen.
Aber da muss noch mehr geschehen, das ist viel zu wenig."
Die Stadt plant die Lampen bis Ende des Jahrzehnts gegen moderne LED-Leuchten auszutauschen. Bis dahin werden die Gaslampen wohl noch einige Nächte mit ihrem Licht verschönern