DLRG-Taucher und Feuerwehrleute stehen hüfthoch im Wasser der Aller um einen durchgeweichten Damm mit Folie zu sichern. Aber nicht nur der Dauer-regen hat dem Damm zugesetzt, 00:03:53 Mäuse und Dachse haben hier ihre Tunnel gegraben.
"Das Wasser sucht sich jetzt seinen Weg durch den Damm, man weiß nicht genau wo der Dachs oder die Mäuse gehaust haben, deshalb treffen wir weitreichen-de Maßnahmen um die-se Deichstellen zu versiegeln."
Weiter nördlich im Landkreis Osterholz ist die Wümme über die Ufer getreten. Statt Weihnachten ruhig ausklingen zu lassen, arbeiten die Feuerwehren hier rund um die Uhr.
„Wir haben jetzt noch überlegt ob wir Kaffee, Tee Süßigkeiten bringen, und wir würden noch Pizza besorgen, das ist ja nicht viel, nichts im Vergleich zu dem was die hier leisten."
Und während sich die Hochwasser-lage im Süden und Westen Deutschlands wieder etwas en-spannt, bleibt es im Ost und Norden kritisch.
In Dresden wappnen sich die Anwohner für einen weiteren Anstieg der Elbe. Erste Uferstraßen sind bereits überschwemmt.
"Also man bekommt Angst, zudem was man die Jahre zuvor er-lebt hat, der Höch-stand ist ja noch nicht erreicht, man macht sich täglich seine Gedanken."
Besonders die voll gelaufenen Talsperren machen den Behörden Sorgen. So hat die Okertalsperre im Harz ihre maximale Kapazität er-reicht. Pro Sekunde schießen 30 Kubikmeter Wasser durch den Überlauf in die Tiefe. Ein erster Damm an der Oker ist bereits gestern gebrochen.