Das kleine Bettchen der Babyklappe ist gedacht für Säuglin-ge. Dass eine 6jäh-rige hier drin aus-harren muss - kaum vorstellbar.
Nonnen im Warschauer Franziskaner-Kloster finden Eliza vor zwei Wochen - zumin-dest körperlich un-versehrt.
"Wir waren sehr überrascht und be-sorgt, so ein großes Kind zu finden.//Sie war sehr schläfrig und meine Schwestern haben ein Kinderbett vorbereitet (und sie nach oben gebracht), damit sie sich aus-ruhen konnte."
Ein verlassenes Baby wäre hilflos, die 6jährige aber kann den Polizisten sa-gen, wie sie heißt und wo sie ihre El-tern finden.
Hier, etwa 50 Kilo-meter von Warschau, entdecken die Er-mittler vor der Woh-nungstür Müllsäcke mit dem Spielzeug des Mädchens.
Vater und Mutter wollten nach Zei-tungsberichten in die Niederlande aus-wandern und ihr Kind zurücklassen.
"Polnische Medien berichten, dass die Eltern in Geldnot gewesen sein sollen und ihre Tochter deshalb in dieser Babyklappe abgelegt haben. Die Polizei wollte uns die ge-nauen Gründe nicht verraten, aber sie haben uns zumindest bestätigt, dass die Eltern gemeinsam ge-handelt haben."
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Gegen sie ermittelt wird deshalb aber nicht:
In Polen wie auch in Deutschland sind
Babyklappen für ver-zweifelte Eltern rechtlich geduldet - eine Altersgrenze gibt es nicht.
"Es war sicherlich eine schwierige Ent-scheidung für die Eltern. Nichts desto trotz sind Baby-klappen in Polen da, um Kindern einen si-cheren Ort zu bie-ten.//Auch wenn die-ser Fall mit einer 6jährigen wirklich einzigartig ist."
Eliza ist jetzt bei ihrer Großmutter - ob sie dort bleibt, muss ein Gericht entscheiden.