Es ist gegen 20 Uhr am Abend als ein Mann mit seinem Auto ein Flughafentor durchbricht. Er fährt bis auf das Vorfeld, schießt in die Luft und wirft Molotowcockatils aus seinem Wagen. Mit dabei im Auto: Seine vermutlich vier Jahre alte Tochter.
"Es geht offenbar um einen Sorgestreit. Dieses Kind hat er der Mutter des Kindes heute weggenommen, hat es in das Auto gesetzt und ist mit dem Kind dann nach Hamburg aufs Flughafengelände gefahren."
Dort muss der Flughafenbetrieb am Abend eingestellt werden, mehrere Flugzeuge und Terminals werden evakuiert. Insgesamt sind nach Angaben der Polizei rund 3200 Menschen betroffen.
Die Ehefrau des Mannes hatte zuvor noch die Beamten kontaktiert und vor ihrem Mann gewarnt, kurz darauf fährt er schon durch die Absprerrungen am Flughafengelände. Zahlreiche Beamte vor Ort versuchen den Täter zur Aufgabe zu bringen.
"Wir haben eben auch das SEK hier vor Ort und die Verhandlungsgruppe Kriminalpsychologen, weil wir jetzt schon im ersten Ansatz auf eine Verhandlungslösung setzen//
Wir haben Kontakt zum Täter. Er ist bereit, mit uns zu sprechen. Das ist schon mal eine gute Nachricht. Und insofern laufen jetzt die Verhandlungen aktuell."
Viele der evakuierten Passagiere sind mittlwerweile in Hotels untergebracht. Verletze gebe es nicht, so die Polizei. Wie lange der Betrieb am Flughafen noch eingestellt bleibt, ist aktuell noch unklar.