Rund anderthalb Stunden saßen Union, SPD und Grüne am Abend zusammen. Danach ein Lächeln - aber äußern wollen sich die Chefs von CDU und SPD nach den Beratungen mit den Grünen nicht. Deren Co-Parteichef Felix Banaszak verrät anschließend im RTL Nachtjournal:
Felix Banaszak (B'90/Die Grünen), Co-Vorsitzender: "Die Gespräche laufen intern und bisher gibt es keine Lösung. Und wir schauen einfach mal, was möglich ist. Die letzten zwei Wochen waren immer so, dass wir gesagt haben: Wir sind gesprächsbereit. Union und SPD haben uns vorgelesen, was sie sich überlegt haben und ab heute werden sie wohl auch mit uns darüber sprechen, was nötig ist, um eine Zustimmung der Grünen zu erreichen."
Dabei wäre es für CDU/CSU und SPD enorm wichtig, die Grünen umzustimmen. Denn die Grundlage für eine mögliche schwarz-rote Regierung sind hunderte Milliarden Euro neue Schulden für Infrastruktur und Verteidigung. Dafür ist aber eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig - und die gibt es nur mit den Grünen.
Aus der CDU heißt es, eine Einigung sei noch möglich - man müsse sich auf-einander zubewegen.
Carsten Linnemann (CDU), Generalsekretär:"Ich finde das völlig legitim, dass die Grünen sagen: Wir haben auch unsere Vorstellungen. Ob man sie teilt oder nicht, aber sie sind nicht lebensfremd."
Die Grünen fordern mehr Klimaschutz und eine grundlegende Reform der Schuldenbremse. Union, SPD und Grüne haben sich eine Woche Zeit gegeben, um doch noch einen Kompromiss zu finden.