BB: Streit um Waschbären
Sie sehen ja schon ein bisschen kriminell aus, so mit ihren Banditen Masken.
Dass Sie jetzt aber wirklich Mittelpunkt eines Prozesses sind, dafür ist Stephanie Kieren und der Kreis Höxter verantwortlich. Die Tierretterin hält in einer Art Auffangstation 26 Waschbären. Darunter auch einige Tiere aus Kassel. Die 39-jährige möchte ein großes Außengehege bauen, doch der Kreis will das verhindern.
Stefanie Kieren, Klägerin:„Es passt dem Kreis Höxter nicht, dass hier Waschbären leben. Es geht eigentlich darum.“
Seit fast 20 Jahren kümmert sich Stefanie Kieren aus Beverungen an der hessischen grenze um die kleinen Raubtiere. 2018 zieht sie aus Liebe zu den Waschbären extra auf einen alten, großen Hof.
OT Stefanie Kieren, Waschbär-Liebhaberin: „Es ist mein ein und alles! Es gibt einen Punkt der drüber geht! Meine Familie, da ich aber da ich meine Waschbären aber auch als meine Familie bezeichne. Sie sind wir Kinder für mich!“
Mehrere alte und kranke Waschbären leben mit Stefanie im Haus, andere in einer Scheune und in einem umgebauten Pferdestall.
OT Stefanie Kieren, Tierreterin : „Und wie sie zu mir kommen. Ganz unterschiedlich. Tierkliniken. Wir haben beispielsweise ein Hier in Kassel. Wir haben Waschbär Waisen gefunden. Polizei, Feuerwehr. Was haben wir denn noch so alles gehabt? Jäger Auch die möchte ich nicht unerwähnt lassen.“
Der Ort liegt zwei Kilometer von der hessischen Grenze entfernt im Kreis Höxter. Und dem scheint die private Wildtierhaltung ein Dorn im Auge zu sein. Vor fast sechs Jahren verhängt das Veterinäramt einen Aufnahmestopp. Bei den Waschbären handele es sich nicht um Kleintiere. Deshalb gibt es wohl auch keine Baugenehmigung für ein Außengehege.
OT: Valentina Springen, Anwältin: „Unsere Behörden tun sich sehr schwer damit, etwas zu genehmigen, was sie nicht kennen. Und man hätte viel mehr Untersuchungen dazu machen müssen. Und die gibt es einfach nicht.“
Vor der Kamera will sich der Kreis Höxter nicht äußern. Jetzt ist das Urteil vor Gericht gefallen.
OT: RTL-Reporter: „Das Verwaltungsgericht weist die Klage heute ab. Begründung Unter anderem Das geplante Außengehege für 19 Waschbären ist für den kleinen Ort einfach viel zu groß.“
Stefanie gibt trotz des Rückschlages nicht auf!
OT Stefanie, Klägerin:"Ich finde es traurig, sehr traurig, aber ich habe damit gerechnet. Ich habe damit gerechnet, ob sich betreffende Personen damit einen Gefallen damit getan haben, wage ich zu bezweifeln. Denn wenn es eine Instanz weiter geht, dann kommen auch von mir mal Zeugen und co!“
Die 39-Jährige kämpft für ihre Waschbären und hofft, dass sie doch irgendwann in ein Außengehege einziehen können!