Ein riesiges Loch klafft in einer Zimmerwand, die Straße vor dem beschädigten Haus ist mit Splittern übersät. Bei der Explosion in diesem Mehrfamilienhaus in Wuppertal sind mehrere Fenster zerplatzt, die Eingangstür ist komplett zerstört. Davor parkende Autos sind demoliert. Bis in die frühen Morgenstunden ist die Feuerwehr im Einsatz und löscht die Brände. Ein 38-jähriger Hausbewohner wird bei der Explosion schwerverletzt, kommt in eine Spezialklinik für Brandverletzungen.
Sven Wächter, Feuerwehr Wuppertal: "Insgesamt haben sich die restlichen fünf Bewohner des Gebäudes selbst oder mit unserer Hilfe über den Treppenraum retten können. Aufgrund der vermuteten Einsturzgefahr hat sich die Brandbekämpfung zunächst auch schwer gestaltet. Wir mussten erstmal umfangreich erkunden, bevor wir dann letztendlich nur von außen oder von der Rückseite die Brandbekämpfung im Erdgeschoss durchgeführt haben."
Laut Statiker ist das Haus aber nicht einsturzgefährdet, dennoch unbewohnbar. Die Hausbewohner werden von der Stadt Wuppertal betreut und erstmal woanders untergebracht. Doch was genau ist kurz vor Mitternacht hier passiert?
Anastasios T. wohnt in dem Haus. Er hängt gerade Wäsche auf seinem Balkon auf als das Unglück passiert, berichtet er unserer Reporterin:
Anastasios T., Bewohner: "Um 23:30 Uhr ungefähr eine Explosion. BÄM! Ich sah den Nachbarn, der kommt aus Polen, ohne Haare, ohne Klamotten, ohne nix, vielleicht verletzt."
Eben dieser 38-jährige Bewohner läuft der Feuerwehr nach ihrem Eintreffen schwerverletzt in die Arme, sagt, ihm sei im Erdgeschoss eine Propangasflasche detoniert.
Stefan Weiand, Polizei Wuppertal: "Es soll wohl eine handelsübliche Propangasflasche gewesen sein, die offensichtlich in irgendeiner Form undicht geworden ist."
Propangas wird meist zum Grillen, Kochen oder auch Heizen benutzt.
Das Haus ist erstmal notdürftig geflickt, damit die Wohnungen sicher abgeriegelt sind.
Und einige Nachbarn schauen, ob sie ihre demolierten Autos doch noch irgendwie retten können.