Land unter. Das gesamte Bundesland Niederösterreich ist seit heute zum Katastrophengebiet erklärt. Mehr als 20.000 Feuerwehrleute kämpfen gegen das Hochwasser. Ein Feuerwehrmann kam im Einsatz ums Leben,beim Auspumpen in einem Keller. Bis Mittag wurden bereits Menschen aus 1.100 Gebäuden evakuiert.
Maximilian Ovecka
Feuerwehr St. Pölten stellv. Kommandant
"Wir haben umgestellt nur noch auf Menschenrettung. wir haben Fahrzeuge auf Straßen bzw neben Flüssen gehabt, wo wir Personen gerettet haben"
in den letzten vier Tagen ist mancherorts zwei bis viermal soviel Regen gefallen wie in einem gesamten durchschnittlichen September. Bis zu 350 Liter pro Quadratmeter.
Eine Landwirtin schildert verweifelt, dass sie nicht mehr alle ihre Tiere retten konnte.
"es ist so schnell gestern auf die Nacht haben wir noch vier Meter gehabt bis zu uns und dann über Nacht waren wir 2 Meter im Wasser"
In Tschechien sind zahlreiche Ortschaften vom Wasser eingeschlossen. Rettungskräfte haben mehr als 10.000 Menschen evakuiert, doch es könnten bis zu 30.000 werden. Mindestens vier Menschen werden vermisst.
In Polen bei KWOUADZKA gab es am Morgen das erste Todesopfer, ein Mann ist ertrunken. Am Nachmittag brach dann dieser Staudamm, nun überfluten Wassermassen die Region. Auch hier laufen Evakuierungen. Zum Teil sogar mit Armee-Hubschraubern. Polens Premierminister Donald Tusk hält weitere Evakuierungsmaßnahmen für notwendig. Doch so viele Menschen In Notunterkünften sei kein Dauerzustand für Wochen.
In Österreich spitzt sich die Lage zu. Der Stausee am Kraftwerk Ottenstein läuft zur Stunde über.