Sie wurde brutal von ihrem Ex-Freund erstochen. Jetzt nehmen rund 10.000 Menschen von Giulia, einer 22-jährigen Studentin aus Norditalien, Abschied.
Die Trauerfeier wird live im Fernsehen übertragen. Ihr Vater Gino hält eine bewegende Rede, und möchte, dass der Tod seiner Tochter zum Anlass genommen wird, weitere Femizide zu verhindern.
"Sprechen wir mit anderen Männern, die wir kennen, und stellen wir eine Kultur in Frage, die dazu neigt, Gewalt durch scheinbar normale Männer zu verharmlosen. Wir sollten uns aktiv einmischen, die Abwälzung der Verantwortung in Frage stellen, den Frauen zuhören und bei Anzeichen von Gewalt, und seien es noch so kleine, nicht den Kopf abwenden."
Giulias Ex-Freund Filippo habe die Trennung nicht verkraftet. Bei seiner Flucht wurde der 21-Jährige in Deutschland festgenommen. Jetzt sitzt er in Italien in Untersuchungshaft. Giulias Tod war der 103. Femizid in Italien in diesem Jahr. Die Familie von Giulia hofft, dass ihr Fall etwas bewegen kann.