Nur etwa 500 Meter neben dem Titanic- Wrack fand ein Tauchroboter auf dem Meeresgrund die Überreste der Titan. "Wir konnten Teile des Druckkörpers des Titan–Tauchbootes identifizieren. Die Trümmer passen zu einer katastrophalen Implosion des U-Bootes. Ausgehend von dieser Erkenntnis, haben wir unmittelbar die Familien in-formiert", so John Mauger von der US-Küstenwache.
Der Wasserdruck hat das Mini-U-Boot mit den fünf Männern an Bord zerdrückt. Und das offenbar schon während des Abtauchens am Sonntag als der Kontakt zum Be-gleitschiff nach knapp zwei Stunden abbrach. Da hat die US-Navy mit einem akustischen Unterwassererkennungssystem die Implosion registriert, heißt es jetzt. Unklar war aber woher das Geräusch kam - bis jetzt: "Das erste Teil, das wir gefunden haben, war die abgerundete Nase des Schiffs, die vorne außerhalb des Druckkörpers liegt", so Tiefsee-Experte Paul Hankin.
Dabei hatten Klopfgeräusche aufgenommen von Sonarbojen noch vor zwei Tagen die Hoffnung ge-schürt, die Männer könnten noch leben. auch diese Töne sind bis jetzt nicht identifiziert. Da häufen sich Vorwürfe, das Tauchboot sei ohnehin nicht sicher gewesen. Der Wissenschaftler und Forschungs-Journalist Michael Guillen fordert: "Wir müssen alle Fahrten zur Titanic beenden. Wir müssen herausfinden, was mit diesem Boot passiert ist. Wir müssen sowas stoppen." Und das könnte bedeuten, dass diese Katastrophe jetzt das Ende des Tiefsee-Tourismus ist.