Eröffnet wird das Konklave mit den Worten "Extra omnes" - auf Deutsch: alle hinaus.
Mit diesen Worten werden alle Personen, die nicht zum wahlberechtigten Kreis der Kardinäle gehören, aufgefordert, die Kapelle zu verlassen.
Erst danach beginnt die eigentliche, streng abgeschirmte Wahl. Gewählt wird der neue Papst von DEN Kardinälen aus der ganzen Welt, die unter 80 Jahre alt sind. Eigentlich wären das 135 gewesen - dabei sind jetzt aber 133, weil Zwei sich krank gemeldet haben.
51 der Wahlberechtigten sind aus Europa, davon drei aus Deutschland.
Die Kardinäle verpflichten sich zu absoluter Geheimhaltung! Telefone, Fernseher, Radio und Zeitungen sind verboten.
Sogar in den Boden werden Störsender eingesetzt, um wirklich jeglichen Handy - oder Nachrichtenempfang zu verhindern.
Heute halten die Kardinäle eine erste Wahlrunde ab. Ab morgen gibt es vormittags und nachmittags jeweils zwei Wahlgänge.
Die Papstwahl erfolgt in geheimer Abstimmung , eine Enthaltung ist nicht erlaubt.
Und eine Zeitbegrenzung gibt es auch nicht.
Das kürzeste Konklave war übrigens im Jahr 1503. Es soll nur wenige Stunden gedauert haben - ganz im Gegensatz zum Jahr 1268 - da brauchten die Kardinäle fast drei Jahre.
Alle Blicke werden sich jetzt immer auf den extra angebrachten Schornstein richten - das ist die einzige Verbindung der Kardinäle zur Außenwelt. Ist ein Wahlgang nicht erfolgreich wird das durch schwarzen Rauch signalisiert.
Bekommt einer der Kardinäle mindestens zwei Drittel der Stimmen , steht das neue Oberhaupt der katholischen Kirche fest und weißer Rauch steigt auf - erst dann haben wir einen neuen Papst!