OT Sara: Es ist nicht so, dass ich meine Tattoos in jedem Moment meines Lebens bereue. Ich denke mir eher, dass ich Entscheidungen an einem Punkt in meinem Leben getroffen habe, die ich heutzutage nicht mehr treffen würde - und auch nicht rückgängig machen kann.Harte Worte von Sara, die am gesamten Körper atöwiert ist - eine Entscheidung, die sie damals traf - und bis heute die Konsequenzen dafür trägt. Auf den Grund, warum die heute 36-Jährige damals Tinte auf ihrer Haut haben wollte, kommen Sie vermutlich nicht.OT Sara: Seht ihr mein Gesicht? Ich bin 36. Jetzt stellt euch mal vor, wie ich vor 25-20 Jahren ohne Tattoos aussah. Mein Gesicht hat Leuten den Eindruck gegeben, dass ich ein bestimmter Typ Mensch sei, der ich gar nicht war. Ich war nicht in einem Umfeld, wo es für mich sicher war, weich oder verletzbar auszusehen - deshalb wollte ich mein Aussehen verändern.Heute sieht Sara selbst ein, dass der Beweggrund für die vielen Tattoos damals der falsche war - sie nennt es selbst eine Form der Selbstzerstörung.OT: Ich weiß, dass es einige andere Wege gegeben hätte, um mein Selbstvertrauen zu stärken. Trotzdem habe ich mir für Tattoos entschieden. Ich wusste nicht, was mit mir verkehrt war. Spoiler-Alarm: Es hat sich als Autismus rausgestellt. Anhand von ihrem Beispiel will Sara Menschen davor warnen, Tattoos aus den selben Gründen auf die Haut stechen zu lassen, wie sie. Inzwischen kommt sie mit ihrem Autismus besser klar und lebt in einem Umfeld, in dem Verletzbarkeit kein Problem darstellt. Von Tattoonadeln lässt sie aber in Zukunft die Finger.