Liegt hinter diesen Fenstern im französischen Forbach wirklich eine Folterkammer? Am Montag hat die Polizei eine 53-jährige Deutsche befreit. Ersten Berichten zufolge soll sie nackt, kahlgeschoren und mehrere Knochenbrüche aufgewiesen haben. Der grausame Verdacht: Ihr eigener Ehemann, ebenfalls ein Deutscher, soll die Frau zwölf Jahre lang festgehalten und vergewaltigt haben. Eine Anwohnerin zeigt sich schockiert:
"Ich habe mehrmals Lärm gehört, kleine Schreie eines Kranken oder einer dementen Person oder so etwas.
Die Person haben wir nie gesehen, wir sind davon ausgegangen, dass sie krank ist. (…) Wir haben nie Kampfgeräusche oder Lärm wie Schläge gehört. Also haben wir uns einfach gedacht, sie kann nicht sprechen, sie ist krank. (...) Niemals hätten wir gedacht, dass so etwas passiert."
Laut Staatsanwaltschaft gibt es jedoch einige Ungereimtheiten. Die Frau soll neben einem Festnetztelefon gefunden worden sein - warum hat sie sich nicht früher bei der Polizei gemeldet? Auch eine Folterbank soll es laut Staatsanwaltschaft nicht geben, die Gitter vor den Fenstern sollen wegen der Katzen angebracht worden sein und nicht um die Frau festzuhalten. Trotzdem bleibt der Mann erstmal in Haft. Seine Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht.