"Arbeitest für die Kasse. Den ganzen Tag. Die ganze Woche. Verdienst nicht mal vernünftig Geld. 200 Euro am Tag gebe ich aus. Ich bin Flüchtling und keine Arbeit. Und ihr Deutschen bezahlt Steuern und arbeitet weiter. Yallah! Yallah!"
Eine Frau benimmt sich hier komplett daneben - und ist ganz offensichtlich auch noch stolz drauf. Zwei Verkäuferinnen werden von einer 19-Jährigen beschimpft. Eine Verkäuferin zeigt daraufhin den Mittelfinger.
"Hier guck mal. Seht ihr Leute. Geht alles an die Polizei. Rassismus, Beleidigung. Genau. Genau. Geh mal weg, Alter."
Die Frau - die offenbar aus dem Libanon nach Deutschland gekommen ist - postet das Video sogar auch noch selbst im Internet. Scheinbar trifft es einen Nerv. Hunderte Male wird es geteilt.
Vor Ort vor dem Supermarkt fragen wir am Abend Anwohner. Der Vorfall ist auch im Ort mittlerweile bekannt. Die Menschen dort sind schockiert:
"Also jetzt mit dem Supermarkt ist was ganz Neues. Das ist schon echt bodenlos, ne"
"Das ist schon asozial. Also wenn man das so aus Großstädten hört, ist es nochmal was anderes. Aber hier jetzt in Wittmund. Das habe ich noch nie mitbekommen."
Laut der Polizei ist die 19-Jährige bereits bekannt. Schon vorher habe es einen Streit in dem Supermarkt zwischen der Frau und einer Mitarbeiterin gegeben. Sie habe der Mitarbeiterin dabei ins Gesicht geschlagen, heißt es. Resultat: Anzeige und Hausverbot. Trotzdem sei sie wieder im Laden aufgetaucht.
Die Mitarbeiter des Supermarktes wollten vor der Kamera nicht sprechen. Die Supermarkt-Kette teilte auf RTL-Anfrage mit:
"Die Kundin ist in dem Markt bekannt.[...] Wir arbeiten hier eng mit den Behörden zusammen und setzen auf die Klärung durch diese. Wir distanzieren uns - auch im Namen des Kaufmanns und seines Teams - klar von jeglicher Art der Diskriminierung und des Rassismus."
Das Video zeigt einen extremen Einzelfall. Und das mitten in einer ohnehin schon seit Wochen aufgeheizten Diskussion um Migration und den Umgang mit geflüchteten Menschen.
Alexander Throm, CDU:
"Das sind sicherlich die absoluten Negativbeispiele derartiger verfehlter Integration [...] Wir brauchen mehr Konsequenz in der konkreten Rückführung und in der konkreten Einzelfallbearbeitung."
Ein Einzelfall, der einfach sprachlos macht.
"Verdienst nicht mal vernünftig Geld. 200 Euro am Tag gebe ich aus. Ich bin Flüchtling und keine Arbeit. Und ihr Deutschen bezahlt Steuern und arbeitet weiter. Yallah! Yallah!"