Dichte, schwarze Rauchschwaden steigen aus dem Schiffswrack empor. Die Umrisse des brennenden Öltankers sind nur zu erahnen.
Heute Morgen, 11 Uhr deutscher Zeit, geht bei der Küstenwache in East Yorkshire ein Notruf ein. Ein Frachter rammt circa 15 Kilometer vor der englischen Ostküste einen Öltanker. Die Lage ist dramatisch:
{Funkspruch frei} "Beide Besatzungen verlassen die Schiffe! // Schiffe, die über Feuerlöschgeräte verfügen oder bei der Suche und Rettung helfen können, wenden sich bitte an die Küstenwache."
{Rettungsbilder?} Wenig später stehen beide Schiffe meterhoch in Flammen. Mit Booten, Flugzeugen und einem Hubschrauber versuchen Rettungskräfte, die Besatzung in Sicherheit zu bringen und den Brand zu löschen.
Behörden gehen davon aus, dass der Tanker womöglich mit tausenden Tonnen leicht entzündlichem Kerosin beladen war. Wie viel davon ins Meer gelangt ist, ist bisher nicht bekannt. Umwelt-Experten sind in Sorge.
{OT Thilo Maack, Greenpeace} "Alle Tiere, die mit dem Kerosin in Kontakt kommen, sind in Gefahr. // {02:34:09} Die Brutsaison geht los, gerade für viele Vögel. Es gibt viele Säugetiere // Das Letzte, was die Nordsee jetzt braucht, ist eine Ölkatastrophe von diesem Ausmaß."
Warum der portugisische Frachter den Öltanker, der unter US-Flagge vor der britischen Küste lag, rammte, stellt selbst Experten vor ein Rätsel.
{OT Stefan Kruecken Schiffsexperte} "Das Schiff war gut sichtbar. Die See war relativ ruhig und es gibt eigentlich keinen Grund, warum man so ein Schiff dieser Größe übersehen kann."
Helfer haben inzwischen die Besatzungen beider Schiffe in Sicherheit gebracht. Die Löscharbeiten dauern weiter an.