Reinschlüpfen ist die erste Herausforderung! Shapewear muss eng sitzen, um die gewünschten Problemzonen zu kaschieren. Drei Testerinnen wollen herausfinden, ob sie wirklich hält, was sie verspricht.
Eine von ihnen hofft, ihren Bauch nach der dritten Schwangerschaft etwas zu glätten. Eine andere kämpft mit den Auswirkungen ihres Hohlkreuzes unter enganliegenden Shirts. Und die dritte liebt das Gefühl, wenn alles gut in Form gehalten wird.
Drei Frauen, drei verschiedene Erwartungen und drei neue Shapewear-Modelle – sowohl günstige als auch teure Varianten. Begleitet wird der Test von Modeexpertin Rian Quantmeyer-Juncken. Sie misst zunächst den Bauch- und Hüftumfang der Testerinnen in normaler Kleidung und dann erneut mit der formenden Wäsche aus fester Mikrofaser. Kann man hier wirklich optisch tricksen?
Ina probiert als Erstes Shaping-Leggings – eine teure Variante für 27 € und eine günstige für knapp 12 €. Doch schon beim ersten Eindruck gibt es Unterschiede.
Die günstige Leggings sitzt besonders stramm und fühlt sich für Ina eher unangenehm an. Sie hat sogar das Gefühl, dass sie eher nach unten als nach oben zieht. Die Modeexpertin bestätigt: Besonders feste Shapewear kann rutschen, wenn sie nicht perfekt passt. Ein Anprobieren vor dem Kauf ist also essenziell.
Die teurere Leggings fühlt sich beim Anziehen direkt anders an. Es dauert zwar etwas, bis Ina hineinschlüpft, aber dann ist sie überzeugt: Der Stoff ist angenehmer und das Tragegefühl insgesamt besser als bei der günstigeren Version.
Melanie möchte ihre obere Hüfte kaschieren und testet zwei Shaping-Tops – eines für 6 € und eines für knapp 30 €. Schon die günstige Variante überrascht sie positiv. Sie sitzt gut, trägt sich bequem und verbessert die Silhouette merklich. Die teure Version hingegen ist deutlich straffer, aber vielleicht ein bisschen zu eng. An einigen Stellen schiebt sie sich nach oben und liegt nicht optimal an. Das sollte eigentlich nicht passieren.
Katrin testet Shaping-Unterwäsche – einmal für 6 € und einmal für 27 €. Die günstige Variante lässt sich leicht anziehen, aber der erhoffte Effekt bleibt aus. Zwar ist sie bequem, doch von formender Wirkung keine Spur. Die teure Variante ist schwieriger anzuziehen, aber das Material wirkt hochwertiger und fühlt sich wie eine zweite Haut an.
Nach einer Woche Praxistest im Alltag zeigen sich deutliche Unterschiede:
Katrins teure Shaping-Unterhose formt zwar tatsächlich sichtbar, doch sie ist alles andere als bequem. Am Ende des Abends sitzt sie nicht mehr gut, drückt unangenehm und nervt. Dennoch misst sie an ihrer Taille drei Zentimeter weniger, an der Hüfte immerhin einen. Die günstige Variante zwickt nicht – bringt aber auch keinen messbaren Unterschied.
Melanie bekommt für das günstige Top Komplimente – es formt die Taille um zwei Zentimeter und die Hüfte um drei. Das teure Top hingegen bringt nur einen Zentimeter weniger an der Hüfte, die Taille bleibt unverändert.
Ina hat einen klaren Favoriten: Die teure Leggings sitzt perfekt, fühlt sich angenehm an und schmeichelt der Figur. Überraschenderweise formt die günstigere Leggings mit drei Zentimetern weniger an Taille und Hüfte sogar noch stärker – allerdings auf Kosten des Komforts.
Am Ende des Tests stehen zwei Favoriten fest: Die teure Shaping-Leggings überzeugt durch Bequemlichkeit, das günstige Shaping-Top durch seine Wirkung. Die Shaping-Unterwäsche konnte hingegen in keinem Preissegment wirklich punkten.