Abgeschirmt durch Planen bergen Helfer am Mittag Tote und Verletzte aus dem Wrack des Reisebusses. Drei Stunden brauchten die Einsatzkräfte, den Bus wieder aufzurichten.
„Es ist eine tragische Woche. Die Osterwoche und ein solcher Unfall. Das berührt. Und wir hoffen, dass es denen, die jetzt in den Krankenhäusern sind, alle sind in den Krankenhäusern, aber den Schwerverletzten und den leicht Verletzten schnell wieder besser geht.“
Der Bus ist auf dem Weg von Berlin nach Zürich. An der Anschlussstelle Wiedemar nahe Leipzig kommt er auf gerader Strecke von der Fahrbahn ab, rast noch knapp 100 Meter über den Grünstreifen und kippt mit 55 Insassen auf die Seite.
{OT Arzt}
Noch ist unklar, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Ein Augenzeuge will gesehen haben, dass der Bus schon vorher nicht die Spur gehalten haben soll. Bremsspuren konnte ein RTL-Reporter am Unfallort nicht erkennen. In Deutschland es eher selten zu tödlichen Unfällen mit Fernbussen. Denn sie gelten im Vergleich als recht sicheres Verkehrsmittel. Wie sicher, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
„Das ist die technische Sicherheit des Fahrzeugs, es ist die Frage, welche Assistenzsysteme er hat. Das ist die Frage, ob der Fahrer die Lenk- und Ruhezeiten eingehalten hat und ganz wichtiger Punkt: Waren die Passagiere angeschnallt?“
Im Reisebus ist das Anschnallen Pflicht.
Laut Flixbus sollen die Fahrer Lenk- und Ruhezeiten eingehalten haben. Für die Polizei beginnt jetzt Ermittlungsarbeit und die Suche nach der Antwort, warum bislang fünf Menschen hier ihr Leben verloren haben.