Unerklärliche Schatten. Dinge, die sich von selbst bewegen – das Gefühl, dass da immer jemand zuschaut….
FREISTAND:
„Wir sind die Familie Schäfer und bei uns im Haus spukt’s.“
Erst vor knapp zwei Jahren ist die sechsköpfige Familie hier auf der Schwäbischen Alp eingezogen. Und sie erlebt Dinge, die übersinnlich wirken…
TON SOHN:
„Manchmal hab ich auch das Gefühl, ich werde beobachtet. Also dass da jemand steht, der um die Ecke guckt oder so…“
Parapsychologe Dr. Walter von Lucadou sagt: Er weiß, was hier los ist.
TON LUCADOU:
„Das ist nicht eingebildet und auch nicht erfunden. Aber ich kann es ihnen wirklich erklären.“
SCHWARZBLENDE
Der vermeintliche Spuk im neuen Familienheim – vor allem Grundschülerin Shari leidet darunter.
TON KIND:
„Da seh ich immer so knallschwarze Schatten. Und wenn ich stehen bleib, dann läuft er und wenn ich laufe, bleibt er stehen.“
TON ELTERN:
„Sie hat vor Kurzem im Sessel gesessen, hat Fern gesehen und auf einmal sagt sie: Mama, da lief wieder jemand. Und ich: Wo? (raus) Meine Tochter sagt ja immer: Der Cowboyschatten. Der war zuerst. Sie hat geweint und uns gesagt, da wäre noch ein zweiter Schatten ohne Hut. Und das ist, wo ich sage: Ich kann nicht mehr.“
Aber auch Mama und Papa erleben Dinge, die sie sich nicht erklären können: Hören Geräusche, filmen irritiert, wie zwei Schraubenschlüssel in der Werkstatt schwingen – während die anderen still stehen.
TON LUCADOU:
„Es ist überhaupt nicht besonders, dass ein Schraubenschlüssel oder zwei schwingen. Da wird eine Resonanz aufgefangen von irgendeiner Bewegung. Als Physiker würde ich mich lächerlich machen, wenn ich jetzt sage, das ist ein Spuk."
Die erste beruhigende Erklärung des Experten. Und auch dafür, dass sich die Familie immer wieder beobachtet fühlt, eine Präsenz wahrnimmt, findet er eine wissenschaftliche These.
TON DISSOZIATION:
„Man nennt sowas in der Psychologie ein Dissoziations-Phänomen. Das ist keine Krankheit, das will ich betonen. Das ist eine Veranlagung. Dass sich das jetzt so ausdrückt, das gehört nämlich dazu, zur Dissoziativität dass man das Gefühl hat, man ist nicht alleine. Es heißt, dass zum normalen Wachbewusstsein noch ein zweites oder sogar drittes Konkurrenzunternehmen im Kopf gibt, eine weitere Persönlichkeit. Und es ist nichts Schlimmes.“
Den vermeintlichen Spuk im Außen sieht der Experte als psychologisches Phänomen. Sorgen und Ängste, die so ihren Ausdruck finden – für Familie Schäfer die Situation im neuen Haus.
TON LUCADOU
„Es zeigt halt, dass sie noch nicht angekommen sind. Und darüber sollen sie mal nachdenken und sich überlegen, was sie daran ändern können. Soziale Kontakte und so weiter.“
60 bist 70 Prozent aller Menschen berichten von paranormalen Erlebnissen. Walter von Lucadou ist aber vor allem wichtig, zu vermitteln: Wer Verrücktes erlebt, ist ganz und gar nicht verrückt...