Gut 8.000 Menschen kommen am Abend zu einer Schweigeminute nach Mannheim. Viele legen Blumen nieder. Für Rouven L. Der 29-jährige Polizist wurde bei der Messerattacke getötet.
Der Täter - ein 25-Jähriger Afghane - handelte laut Bundesanwaltschaft aus religiösen Motiven. Die AfD fordert:
"Jetzt müssen wir zusehen, dass diese Leute so schnell wie möglich abgeschoben werden. Und Straftäter sowieso", so Parteichefin Alice Weidel.
Und auch Politiker von Union, FDP und SPD machen sich nach dem Messer-Attentat für striktere Abschiebungen ausländischer Straftäter stark - auch nach Syrien und Afghanistan. Innenministerin Faeser von der SPD will das jetzt prüfen lassen:
"Für mich ist klar, dass Personen, die eine potenzielle Gefahr für die Sicherheit Deutschlands sind, schnell abgeschoben werden MÜSSEN. Da bin ich auch ganz entschieden: Die Sicherheitsinteressen Deutschlands, das überwiegt hier eindeutig gegenüber den Bleibeinteressen von Betroffenen."
Die Grünen aber bremsen: In Afghanistan herrschen die radikal- islamistischen Taliban. Mit denen müsste man eine Einigung finden.
"Ein Rückführungsabkommen würde heißen, dass man dafür einen Preis zahlt. Wollen wir der Taliban Geld geben? Ich glaube das wäre eine Stärkung der islamistischen Szene. Und das ist keine Lösung", so Parteichef Nouripour.
Dennoch: Der Druck auf die Grünen wird steigen. Zumal sich besonders durch das Internet immer mehr Menschen radikalisieren könnten: Dieser selbsternannte Imam feiert im Internet den Messerangriff von Mannheim.
Das Bundeskriminalamt und der Verfassungsschutz}