Förster Eichenlaub blickt mit Sorge auf den Zustand der deutschen Wälder. Alles schon jetzt - lange vor Sommerbeginn - viel zu trocken. Denn in ganz Deutschland hat es bisher zu wenig geregnet.
„Wenn wir in die Zukunft gucken, heißt es, wir haben immer trockenere und wärmere Sommer. Und da versuchen wir einfach, Baumarten zu pflanzen, die damit klarkommen."
Sintflutartige Regenfälle dagegen vor wenigen Tagen auf der Kanareninsel Lanzarote. Auch für Norditalien und die Schweiz erwarten Meteorologen in den kommenden Tagen erneut extremen Starkregen:
„Dort werden 400 Liter auf den Quadratmeter erwartet. Die Menschen sollen zuhause bleiben, nicht in den Keller gehen und vor allem nicht Auto fahren."
Extremwettereignisse werden in Europa immer häufiger, denn unser Kontinent erwärmt sich besonders schnell – mit unterschiedlichen Folgen für Ost- und Westeuropa:
„Wir haben 2024 beobachtet, dass Westen besonders nass ist und der Osten besonders heiß und warm. Wir haben also gleichzeitig Probleme mit Dürre und mit Überschwemmungen.“
Allein im letzten Jahr waren laut Klimabericht 413.000 Menschen in Europa von Extremwetterereignissen betroffen, starben mindestens 335 Menschen dadurch.
Und das Risiko steigt immer weiter. Auch in Deutschland, auch und gerade aufgrund unserer Lage in der Mitte Europas:
„Wir in Deutschland müssen uns einfach damit abfinden, dass wir beide Extreme haben: Auf der einen Seite extreme Niederschläge, die immer wieder zu Überschwemmungen führen. Aber auch sehr starke Trockenheit."
Immerhin die Hälfte der europäischen Städte plant bereits konkrete Schritte, um sich an den Klimawandel anzupassen - etwa dadurch, versiegelte Flächen wieder zu Sickerflächen zu machen und bei Neubauprojekten mehr Klimaschutz mitzudenken.