Wenn die "Mission Regierungsbildung" heute startet, dann unter strengen Regeln: Keine Statements, keine Zwischenergebnisse - sogar Selfies sind verboten! In nur zehn Tagen wollen CDU/CSU und SPD durch sein mit den Verhandlungen.
Die Streitpunkte: Besonders beim Thema Migration sind sich Union und SPD weiter uneins. Der vermutlich nächste Kanzler Friedrich Merz will Zurückweisungen an den Grenzen. Notfalls auch ohne Zustimmung der Nachbarländer. Die SPD will dagegen keine nationalen Alleingänge. Bei SPD-Forderungen wie dem 15-Euro-Mindestlohn hat die Union noch Gesprächsbedarf.
Die Verhandler: Es gibt 16 Arbeitsgruppen zu Themen wie Wirtschaft, Soziales, Innerer und Äußerer Sicherheit. Insgesamt schicken CDU, CSU und SPD 256 Politiker in die Verhandlungen. Dar-unter auch solche, die als mögliche Minister gehandelt werden: Zum Beispiel CDU-Generalsekretär Linnemann, SPD-Chef Klingbeil oder CSU-Landesgruppenchef Dobrindt.
Die große Unbekannte: Die Basis für eine künftige schwarz-rote Regierung sollen hunderte Milliarden Euro neue Schulden sein. Die Bundesländer begrüßen das:
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident Sachsen: "Wir alle, 16 Länder, wünschen uns, dass die Gespräche über eine Grundgesetzänderung zu einem vernünftigen Ende kommen."
Für die nötige Zwei-drittel-Mehrheit ist allerdings die Zustimmung der GRÜNEN nötig. Aber: Bei den Extra-Krediten für die Infrastruktur und der Reform der Schuldenbremse für die Verteidigung stellen die sich die Grünen bislang quer.