Es gilt als Mutprobe vor den Stieren durch die engen Gassen von Pamplona zu laufen. Während die meisten Läufer glimpflich davon kommen, endet das Spektakel für die Stiere mit dem Tod in der Arena. Tierschützer sprechen von einer mittelalterlichen Grausamkeit. Aber nicht nur die Stiere sind Opfer des traditionellen Festes zu Ehren des Stadtheiligen San Fermin. Bei den ausgelassenen Feiern gibt es zunehmend Übergriffen auf Frauen. Die gehen jetzt dagegen auf die Straße.
Patricia Ruiz, Einwohnerin Pamplona: "Wir sind hier, weil wir es satt haben, vergewaltigt und angegriffen zu werden. Wir wollen friedliche Feiern, wir wollen das Fest mit Freude genießen."
Noch bis Sonntag herrscht in der Stadt Aussnahmezustand. Es werden mehr als Millionen Besucher erwartet. Im Schnitt werden sich 200 bis 300 von ihnen bei der Stierhatz verletzten. Auch Tote gab es schon. Und dennoch: Die wilde Stierhatz wird auch in diesem Jahr weitergehen, wie schon seit mehr als 400 Jahren.