Eine bunte Dose Miami magic - neben Snacks und Süßigkeiten. Das hier ist Lachgas - die Kartusche für 20 Euro, der Automatenaufsteller verlangt einen Altersnachweis, notwendig wäre er nicht. Dass der Automat hier in Gifhorn in der Nähe von Schulen und einem Kindergarten steht empört viel Eltern.
"Das ist ein Narkotikum, hat in den Köpfen von Kindern nichts zu suchen. Immer mehr Zulauf!"
Lachgas wird bei Zahnärzten als Narkosemittel - aber auch in der Gastronomie zum Aufschäumen von Sahne eingesetzt. Bei Jugendlichen gilt das gas als Partydroge - legal, frei verkäuflich - und trotzdem gefährlich
"Insbesondere der chronische Konsum kann natürlich zu schwereren Veränderungen führen. Das Schmerzempfinden ist anders. Kribbeln in Händen und Füßen bis hin zu einer Muskelschwäche bis hin zu Lähmungen."
Das Lachgas wird inhaliert - Beim Einatmen gelangt es dann über die Lungen direkt in den Blutkreislauf und ins Gehirn . Dort legt sich das Gas auf die sogenannten Glutamat Rezeptoren und blockiert sie. Es tritt ein Rausch ein mit Halluzinationen auch Glücksgefühlen. Gleichzeitig drohen eine Unterversorgung mit Sauerstoff und damit Hirnschäden.
Großbritannien und die Niederlande haben Lachgas für Privatnutzer bereits verboten. In Deutschland beginnt zumindest eine Diskussion darüber.
Besonders der Verkauf an Minderjährige soll gestoppt werden. Es wäre ein Start - denn noch gilt Lachgas juristisch nicht als Droge.