Plötzlich legt die Polizei einer Elfjährigen Handschellen an - dabei ist sie völlig unschuldig.
„Wir kommen von der Schule und haben nur im Hof gespielt.“
Eine Aussage, die die Beamten ignorieren. Sie sind auf der Suche nach einer mutmaßlichen Autodiebin. Das Foto der Verdächtigen, die von dem gestohlenen Auto davonläuft, wurde von der Dashcam eines Polizisten gemacht. Aber hier halten die Beamten das falsche Mädchen fest.
„Mädchen, willst du mir sagen, dass das nicht du bist?“
Das will sie und auch ihre Freunde beteuern immer wieder, dass sie die falsche Person im Visier haben.
Als weitere Beamten eintreffen, bricht das Mädchen in Tränen aus.
„Das ist sie nicht.“
Erst nach sieben langen Minuten sehen die Beamten ihren Fehler ein und entschuldigen sich.
„"Es tut mir leid, aber du passt ziemlich genau auf die Beschreibung."
„Okay, lasst uns gehen!”
„Ihr seid unschuldig, okay. Es tut mir leid.“
Für die Mutter des nun traumatisierten Mädchens ist die Entschuldigung nicht genug. Als sie das Video, das der Cousin der 11-Jährigen machte, sieht, ist sie schockiert.
„Ich kann mir keinen Reim darauf machen. Ich konnte mir das Video nicht einmal zu Ende ansehen. Selbst wenn es nicht mein Kind wäre, könnte ich das Video nicht zu Ende sehen, denn so geht man nicht mit Kindern um.“
Der Polizei-Chef verteidigt das Verhalten der Beamten. Sie hätten alles genau nach Vorschrift gemacht. Für die Polizei war es wohl ein gewöhnliches Vorgehen, für das unschuldige Mädchen jedoch ein Erlebnis, das sie, laut ihrer Mutter, völlig eingeschüchtert habe.