Mehr Tempo-20-Zonen, der Umbau von Straßen zu Radwegen, eine Erhöhung der Parkgebühren und mehr sogenannte autoarme Zonen - das sieht der jetzt beschlossene Frankfurter Mobilitätsplan vor. Ein komplettes Autofahrverbot in der City, also das worüber heute in Paris abgestimmt wird, sieht der aber nicht vor. Das scheint im Autoland Deutschland weiterhin ein Tabuthema zu sein, an dem sich niemand die Finger verbrennen will. Denn:
Seit vergangenen August ist die Weißenburger Straße in München testweise zu weiten Teilen eine Fußgängerzone. Das Projekt endet am 29. Juli.
"Ich hab den Eindruck, also wir wohnen hier auch gleich oben, dass deutlich mehr Menschen hier sind und dass es auch genutzt wird, gerade, wenn es wärmer ist."
"Das gibt halt ne ewige Sucherei. Also ich muss ungefähr ne halbe Stunde einplanen, um dann endlich nen Parkplatz zu haben."
"Die Fronten haben sich schon ein bisschen verhärtet, also grad auch zwischen den Läden, den Ladenbesitzern, die hier sind und den Anwohnern. Glaub unter den Anwohnern gibt's Viele, die es gut finden, von den Läden heißt es, dass der Umsatz was zurückgeht."
"Ich find, dass die Atmosphäre sich hier sehr verbessert hat, ich krieg ein tolles Feedback, auch von Nachbarn und anderen Anwohnerinnen hier, dass Kinder auf der Straße spielen, dass die hier laufen lernen, fahrradfahren können."