Der kleine Dominic sitzt in der Ukraine fest - mitten im Krieg. Mit seiner ukrainischen Mutter Irina sucht er Schutz in einem kleinen Dorf nahe der belarussischen Grenze.
Eigentlich wollen die beiden flüchten, doch sie sind vom russischen Militär umgeben. Die einzige Fluchtstraße ist blockiert. Sie fürchten um ihr Leben.
In Ecuador sitzt Dominics Vater Daniel Cortés, den die Sorgen und Ängste auffressen.
Daniel Cortés, Vater von Dominic:
"Es ist nur eine kleine Stadt mit weniger als 5.000 Einwohnern, es gibt nur zwei Supermärkte und kleine Geschäfte. Zwei Tage nach ihrer Ankunft wurde dort die Grundversorgung mit Strom, Wasser und Gas eingestellt. Am Dienstag sagten sie mir, dass sie keine Lebensmittel mehr bekommen und die einzige Bäckerei in der Nähe kein Brot mehr herstellt."
Die Behörden geben zwar an, mit Hochdruck an einer Evakuierung aller Ecuadorianer zu arbeiten. Doch es ist ungewiss, wie es mit Dominic und Irina weitergeht.
Daniel Cortés ist um jedes Lebenszeichen froh, doch er erreicht nur wenige Nachrichten von von seinem Sohn. Erst kürzlich schickte Dominic ihm eine rührende Sprachnotiz.
Domic Cortés (Sprachaufnahme):
"Hallo Papa, ich habe dich so lieb. Ich kümmere mich um Mama und auf Wiedersehen".
Solche Worte geben Daniel Cortés Kraft, doch er will nicht mehr länger nur zusehen. Der Ecuadorianer hat den Beschluss gefasst, sich auf die Suche nach seinem Sohn und seiner Ex-Frau zu machen. Der Wille, die beiden zu retten, ehrt ihn. Dennoch ist es eine Reise ins Ungewisse.