Kein Vergeben kann vergessen. Das war Mord. Vor dem Duisburger Landgericht fordern diese Frauen die Bestrafung des Ehemanns von Yüksel Yaalon. Sie sind sicher, dass er die 50-jährige ermordet hat, mit 27 Messerstichen. Bertarell ist eine der DemonstrantInnen und kannte das Opfer gut. Sie war wirklich.
Eine liebevolle Glückliche. Immer nur am Lächeln. Nicht mal ein Tierchen wird ihnen sagen, dass diese Person mir was getan hat oder was Böses. Und deswegen sind wir heute hier für Gerechtigkeit. Für Sie.
Im Gerichtssaal wird der Angeklagte von Familienmitgliedern seiner toten Frau erwartet. Sie wollen ihm ins Gesicht schauen? Sind sicher, dass er ein Mörder ist. Denn genau das wird dem Deutschtürken vorgeworfen. Der 50-jährige soll Yüksel Y. Ende Februar im gemeinsamen Imbiss in einem Vorort von Hünxe aufgelauert haben.
Als die Ehefrau dann vormittags begonnen hat, die tägliche Arbeit dort zu verrichten, soll der Angeklagte sich zu erkennen gegeben haben und sie damit konfrontiert haben, dass sie ihm untreu gewesen sei. Sie soll noch versucht haben, beschwichtigend auf ihn einzuwirken. Er soll aber unvermittelt ein Fleischermesser gezogen haben und damit begonnen haben, auf sie einzustechen.
Die 50-jährige stirbt noch vor Ort an ihren schweren Verletzungen. Schon kurz nach der Tat wird bekannt Die Sicherheitskameras im Imbiss waren ausgeschaltet, wohl absichtlich.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass durch diese Tat Handlungen die Mordmerkmale der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe erfüllt sind.
Nach der Tat flieht Nihat Y. Stellt sich aber kurze Zeit später der Polizei. Sollte der 50-jährige wegen Mordes verurteilt werden, könnte er eine lebenslange Freiheitsstrafe bekommen. Darüber wird das Gericht Mitte November entscheiden.
Kameras aus. Aber bleiben Sie bitte noch einmal stehen.