Nachdem ein Auto in eine Schülergruppe in Berlin gerast ist, werden immer mehr Details bekannt. Nach dpa-Informationen hat die Polizei im Wagen ein Bekennerschreiben gefunden. Berlins Innensenatorin Spranger dementierte diese Aussage: Ein richtiges Bekennerschreiben soll es nicht geben – man habe Plakate im Auto gefunden.
Der Tatverdächtige heißt Gor H. und ist Deutsch-Armenier, so die Polizei. Der 29-jährige soll in der Vergangenheit durch psychische Aussetzer aufgefallen sein. Die dpa meldet weiter, dass der Tatverdächtige mit dem Auto seiner älteren Schwester unterwegs gewesen sein soll.
Am Morgen des 8. Juni soll Gor H. mit seinem Renault in der Tauentzienstraße nahe der Gedächtniskirche in eine Menschenmenge gerast sein. Wie die Polizei nun bestätigt, sind unter den verletzten zahlreichen Schüler einer zehnten Klasse aus dem nordhessischen Bad Arolsen. Eine Lehrerin wurde getötet, ein Lehrer schwer verletzt – die Schüler waren auf Klassenfahrt in Berlin. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein zeigte sich schockiert:
Texttafel: Diese schockierende Nachricht aus Berlin macht mich fassungslos und tief betroffen. Meine Gedanken sind bei den Opfern, die voller Freude auf einer Klassenfahrt in der Hauptstadt waren. Den Hinterbliebenen der verstorbenen Lehrerin spreche ich mein tief empfundenes Beileid aus. Ich hoffe inständig, dass alle Verletzten vollständig genesen. Hessen hat der Stadt Berlin jedwede Unterstützung angeboten
Laut Hessens Kultusminister Alexander Lorz sind Notfallbetreuungsteams auf dem Weg nach Bad Arolsen und Berlin.