Josef Fritzl, der als „Monster von Amstetten“ bekannt wurde bleibt in Haft. Wir haben mit seiner Anwältin Astrid Wagner gesprochen, sie erzählt, was das für den 88-Jährigen bedeutet.
O-Ton Astrid Wagner, Anwältin von Josef Fritzl
„Der aktuelle Stand im Fall Fritzl ist eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft…Eine Beschwerde, die völlig aussichtslos ist, aber zu einer Zeitverzögerung führt. /Es geht ihm einigermaßen gut, er bekommt auch eine Therapie, er sieht das gelassen, blickt optimistisch in die Zukunft, lebt gesund – wird ein hohes Lebensziel erreichen und mein Ziel ist es, dass er seine letzten Jahre in Freiheit leben kann.“
Allerdings ist der 88-Jährige nicht ganz gesund.
O-Ton Astrid Wagner, Anwältin von Josef Fritzl
„Er leidet an einer beginnenden Demenz …hat sicher auch mit der Haftsituation zu tun, da wenig Abwechslung – Demenzentwicklung, die aber nicht bösartig ist./ Das Wichtigste für ihn ist, dass er noch selbstständig leben kann, das ist halt fraglich, ob das funktionieren wird, aber er will unbedingt in einem Haus leben.“
Aber ist es überhaupt wahrscheinlich, dass Fritzl jemals aus dem Gefängnis kommen wird?
O-Ton Astrid Wagner, Anwältin von Josef Fritzl
„Ja, also ich gehe schon davon aus, wenn er gesund bleibt und weiterlebt, dann geh ich davon aus, dass das durchaus noch möglich sein wird, dass er in Freiheit sein wird.“
Angst müsse man vor dem Monster von Amstetten nicht mehr haben.
O-Ton Astrid Wagner, Anwältin von Josef Fritzl
„Nein, in keinster Weise. Er ist ein äußerst freundlicher Mensch, er hat gebüßt, er ist vom Saulus zum Paulus geworden und falls er in ein Pflegeheim kommen würde, wäre er ein sehr angenehmer Insasse. Er hat ja im Gefängnis gelernt demütig zu sein. Da braucht sich niemand fürchtem vorm Herrn Fritzl.“