Es ist ein Samstag im Juni vor rund achteinhalb Jahren, an dem dieser Wohnblock zum Schauplatz eines Verbrechens wird. Die Leiche einer 72-Jahre alten Frau wird gefunden. Es ist Linde Perrey. Bis heute sind viele Fragen offen, was an jenem Tag passiert ist.
"Wir gehen von einem Tötungsdelikt aus."
"Wir suchen einen männlichen Täter"
"Hier ist es wirklich ein Rätsel , dass wir den noch nicht haben."
Doch die Ermittler geben die Hoffnung nicht auf. Die Cold Case Unit soll eben auch zeigen, dass die Akte Linde Perrey erst dann zu den Akten gelegt wird, wenn der Fall gelöst ist. Denn - Mord verjährt nicht.
Hajo Plähn, Kriminalhauptkommissar
"Dieser Fall ragt doch ein bisschen heraus , weil man muss ja sagen eine kranke , alte , nicht vermögende Frau , die sich nicht so wehren kann , wie vielleicht andere Personen ein Opfer geworden ist . Und das ist schon besondere Motivation . Und dazu kommt eben die Spurenlage , wo man sich denkt , den Täter könnte man noch ermitteln."
"Das heißt , Sie sind zuversichtlich , dass sie den Fall lösen könnten?"
"Aufgrund der Spurenlage ist es ohne Weiteres möglich. Wir müssen die richtigen Menschen dafür finden. Und die Chance ist immer noch da. Wir haben es jetzt intensiv gemacht. Wir werden es auch noch weiter intensiv machen. Es muss natürlich auch Glück hinzukommen, aber da die Möglichkeit sich doch schon noch."
Das LKA sucht weiterhin nach Hinweisen. Wer also Angaben zu Linde Perrey machen kann oder Beobachtungen rund um das Wohnhaus in der Dehnckestraße 1b gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Damit der Fall Linde Perrey irgendwann kein Cold Case mehr ist und als "gelöst" zu den Akten gelegt werden kann.