Stetig nach oben geht es mit den KFZ Versicherungspreisen. Die Ursache liegt auch hier in der Werkstatt von Abdülhalim Akbas. Er beklagt,: Transportkosten, sowie Autoteile sind teurer geworden - und Reparaturen, etwa für Elektroautos oft komplexer. So steigen auch die Preise für seine Arbeitsstunden, zum Beispiel der Stundenlohn fürs Lackieren, im Vergleich zu 2016: "So wie es im Supermarkt teuer geworden ist, die ziehen alle mit", sagt er. "Wir waren zwischen 80 oder 90 Euro netto, jetzt sind wir bei 176 Euro netto bei Lackierarbeiten."
Die höheren Kosten wiederum belasten die Versicherer. Genauso wie häufigere Extremwetterlagen, bei denen auch vermehrt Autos, etwa durch Hagel, zu Schaden kommen. "Wir hatten im letzten Jahr Verluste von 3 Milliarden Euro, es sieht in diesem Jahr nicht viel besser aus", sagt Jörg Asmussen vom Gesamtverband der Versicherer.
Am Ende zahlen die Verbraucher. Der Versicherer HDI kündigte an, die Preise für seine Policen könnten bis Jahresende sogar um bis zu 70 Prozent steigen.
Experten raten, Versicherungsbeiträge jährlich zu zahlen, das ist oft billiger als monatlich. Einige Anbieter haben auch einen sogenannten Telematiktarif. Im Auto wird dann eine Box angebracht, die das Fahrverhalten aufzeichnet. "Fahrer, die besonders defensiv, vorsichtig und rücksichtsvoll fahren, profitieren dann von Nachlässen auf ihren Versicherungstarif", sagt Michael Gebhardt vom ADAC. Allerdings bedeutet das jede Menge persönlicher Daten freizugeben.
Am wichtigsten ist: Regelmäßig die eigene Versicherung zu überprüfen. Wer zum Beispiel eine jährliche Fahrleistung von 30.000 Kilometern im Vertrag stehen hat, diese aber gar nicht mehr fährt, sollte seinen Tarif unbedingt ändern – schon kleine Anpassungen können beim Kostensparen helfen.