3.800 Meter in die Tiefe des Atlantiks tauchen zum Wrack der Titanic - Arthur Loibl hat es vor zwei Jahren selbst erlebt - an Bord der „Titan". „Man sitzt auf einer Plattform von zweieinhalb Metern am Bo-den, man hat keinen Stuhl, keine Lehne. Man darf keine Berührungsängste haben. Die Füße der Beteiligten liegen übereinander. Man kann nicht stehen, nicht knien. Es ist sehr beklemmend“, beschreibt er.
In der Tiefe wird dann auch das Licht gelöscht, um Energie zu sparen. Dabei entsteht damals dieses Selfie, zusammen mit zwei der fünf Passagiere, die jetzt vermisst werden. Ein französischer Tiefsee-Forscher und der Gründer der Tauchboot-Firma, Stockton Rush. „Hier draußen konzentriert man sich auf den Druck-Kör-per. Das ist das wichtigste Bauteil des Uboots. Es muss sicher und zuverlässig funktionieren. Gerade in bis zu 4.000 Meter tiefe, mit Menschen an Bord.“
Diesmal scheint nicht alles funktioniert zu haben. Auch an Bord, ein britisch-pakistanische Unternehmensberater und sein Sohn - und der britische Abenteurer und Milliardär Hamish Harding, der bereits im Weltall war. Sie al-le haben für dieses Abenteuer umgerechnet 230.000 Euro gezahlt.
Ex-Passagier Loibl glaubt: „Also, wenn sie jetzt noch am Leben sind, dann muss das eine grausame Stimmung sein. Man weiß selbst - die Chance, gefunden zu werden, ist gering." Für dieses Wunder bleibt nur noch einen Tag Zeit.