Diese drei entscheiden, welches Spiel die Deutschen unter ihren Weihnachtsbaum legen. Denn sie sind Teil der Jury, die das "Spiel des Jahres" kürt. Normalerweise hat ein Spiel eine Auflage von 5.000 Stück. Wenn ein Spiel aber Spiel des Jahres wird, könnten sogar um die 500.000 verkauft werden. Doch was die Verlage reich macht, bringt der Jury keinen Cent. Ehrenamtlich spielen sie fast jeden Tag. Ihr Anliegen: "dass wir es eben geschafft haben, die Spiele zu den Menschen nach Hause zu bringen", sagt Jurymitglied Julia Zerlik.
Bevor die Spiele zu den Menschen nach Hause kommen, starten sie hier: in Essen auf der weltgrößten Brettspielmesse. Mögen die Kunden springende Schweine oder lieber Tauben rauben, damit der Brettspiele-Umsatz weiter wächst? In Deutschland seit 2018 um 48 %. Doch warum ist das so?
"Es zeigt sich, dass die Menschen gerade positive Erlebnisse haben wollen. Bei all den, wie soll ich sagen, nicht ganz so tollen Nachrichten, die man jeden Tag zu hören bekommt", sagt Carol Rapp, Chefin der Spielemesse.
Im Trend liegen vor allem kooperative Spiele: Gemeinsam gegen das Spiel. Zum Beispiel, wenn man in der Kanalisation vor einem Entführer entkommen muss. Selbst Poker gibt es in der gemeinsamen Variante. Genau wie der aktuelle Gewinner des "Spiel des Jahres", bei dem man zu zweit ein Flugzeug landet.