Es ist sein Lebenstraum. Seit 2021 ist Martin Daldrup mit seiner Segeljacht „M Jambo“ auf dem Atlantik unterwegs. Sein Ziel jetzt: von New York nach Kapstadt in Südafrika. Alles läuft nach Plan. Doch in der Nacht zu Donnerstag ziehen plötzlich diese Wolken auf. In seinem Blog scheibt der erfahrene Segler direkt, dass er Schlimmes ahnt:
Martin Daldrup: "Der Abendhimmel hängt voller Squalls und verheißt nichts Gutes. Es wird wohl eine unruhige Nacht werden."
Squalls sind starke Böen, die Segler oft in Schwierigkeiten bringen. Die Nacht übersteht der 59-Jährige zwar - sogar besser als gedacht - doch dann spitzt sich die Situation auf dem offenen Meer zu. Seine Segeljacht kentert. Zu diesem Zeitpunkt ist er bereits 64 Tagen unterwegs.
Martin Daldrup: "Jambo sinkt. Ich bin in der Rettungsinsel und ein Frachtschiff ist unterwegs, mich aufzunehmen."
Ja, Martin Daldrup kann sich auf eine Art aufblasbares Boot retten, was er genau für so einen Notfall dabei hat. Zuhause macht sich dennoch seine Freundin Sorgen, kann aber mit ihm telefonieren. Auf Instagram schreibt sie:
Freundin von Martin Daldrup: "Es geht ihm soweit gut in seiner Insel. Ab und zu kommt ein wenig Wasser herein, das nimmt er mit einem Schwamm auf. Er hat Wasser und etwas Essen mitnehmen können und freut sich auf seine Rettung."
Aber: die kommt erst in 20 Stunden. Ein Frachter soll den Deutschen aus Haltern am See aufnehmen. Bis dahin muss er in DER kleinen Rettungsinsel auf hoher See durchhalten. Ihm ist kalt und er ist nass. Aber dann tatsächlich, heute morgen schreibt seine Freundin erleichtert: Martin ist gerettet!!!! Er befindet sich an Bord der Alanis!
Das 138 Meter langes Frachtschiff war schneller bei ihm als gedacht. Warum die Segeljacht Jambo gesunken ist, ist noch nicht bekannt. Wichtig ist, dass Martin Daldrup in Sicherheit ist. Das Segeldrama mitten im Südatlantik ein Happy End hatte.