Der Regen in den Grenzregionen Deutschlands sorgt für überschwemmte Dörfer wie hier in Ober Kaltbrunn, bei Rosenheim, in Passau und anderen Teilen Bayerns nehmen die Pegel wieder zu. In Brandenburg gilt wegen hoher Wasserstände inzwischen Warnstufe eins. Auch in Dresden soll das Wasser in der Elbe weiter ansteigen, allerdings langsamer und niedriger als erwartet.
Für die Feuerwehr bedeutet das, dass die Maßnahmen, die wir seit den letzten zwei Tagen getroffen haben, vollkommen ausreichend sind. Wir haben eine Feuerwehr einsatzleitung gebildet, die die gesamte Zeit über diesen Einsatz hier begleitet. Monitor in engem Kontakt zum Umweltamt steht.
Bei unseren Nachbarn. In Österreich sieht es für die Retter anders aus. In St. Pölten laufen die Pumpen und Rettungseinsätze dauerhaft. 200 Menschen aus Niederösterreich müssen in dieser Notunterkunft in Tulln an der Donau in Sicherheit gebracht werden. Sieben Orte werden evakuiert.
Hier sieht man, welche Kraft das Wasser hat, wenn es durch den Ort rauscht. Und die Lage ist weiterhin angespannt, weil man immer noch mit Erdrutschen und Dammbrüchen rechnen muss.
In Tschechien hat starker Regen ganze Landstriche unter Wasser gesetzt. Hilfe ist oft nur noch aus der Luft möglich. Inzwischen unterstützte auch die tschechische Armee. Auch in Polen warten Anwohner auf ihren Dächern auf Rettung wie hier in Glatz. Andere Dörfer sehen aus, als seien Bomben eingeschlagen. Brücken sind weggespült, Straßen auf bis zu einem Kilometer Länge weggebrochen.
Die enormen Wassermassen, die in den letzten Tagen runtergekommen sind, setzen die Dämme ordentlich unter Druck. Deshalb setzt das polnische Militär solche Blackhawks ein, auch um den Menschen das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine sind und dass ihnen geholfen wird.
In Österreich, Tschechien und Polen hat der Regen nachgelassen. Ab morgen sollen die Pegelstände in Bayern wieder sinken. In Dresden wird der Höchststand wohl in der Nacht zum Donnerstag erwartet.