Für diese chinesischen E-Autos könnte der Weg zu uns schon bald teurer werden. Denn die EU will für sie teils hohe Zusatzzölle einführen. Für die deutsche Autoindustrie eine Katastrophe.
"Ganz sicher wird es so sein, dass von dieser Maßnahme der potenzielle Schaden höher ist als der Nutzen. Denn zum einen importieren deutsche Hersteller E-Autos, die sie in China hergestellt haben, nach Europa und zum anderen ist der chinesische Markt auch für die deutschen Hersteller generell sehr wichtig", sagt Simon Schütz, Sprecher des Verbands der Automobilindustrie.
Konkret wirft die EU-Kommission China vor, den Markt mit starken Subventionen zu verzerren. Nach ihren Plänen sollen deshalb auf Teslas aus China Abgaben in Höhe von neun Prozent entfallen. Für den chinesischen Hersteller BYD sind 17 Prozent vorgesehen. Für Geely 19,3 Prozent und für Volkswagen und seine chinesischen Joint Venture Partner 21,3 Prozent.
Wegen der hohen Abgaben hatten sich die deutschen Autobauer bereits gegen die Zölle starkgemacht. Und auch die Bundesregierung will sie ablehnen: Aus grünen Regierungskreisen heißt es, Kanzler Scholz habe hier angesichts der Differenzen zwischen den Koalitionspartnern das letzte Wort für sich in Anspruch genommen.
Doch bei der Entscheidung haben auch die anderen EU-Staaten mitzureden. So haben sich etwa Frankreich, Italien, Polen und Griechenland bereits für die Autozölle ausgesprochen. Unabhängig von dem Abstimmungsergebnis will die EU weiter mit China nach einer Lösung aus dem Handelskonflikt suchen.