"Heute hälst du ein Foto, Fell und die Asche meiner lieben Kaya in deinen Händen. Mit 8 Wochen trat meine kleine Prinzessin in mein Leben und wurde zu meinem absoluten Seelenhund. Wir wurden ein super Team, verstanden uns blind, ich vertraute ihr, sie vertraute mir und das bedingungslos. // Und als Kaya ihren letzten Atemzug machte und über die Regenbogenbrücke ging, hielt ich ihr Köpfchen und schaute ihr tief in die Augen. "
Alles was von der kleinen Hündin Kaya bleibt, sind neben den vielen schönen Erinnerungen, ein kleines bisschen Asche und Fell - und daraus will Schmuckdesignerin Sandra Struwe aus Salzhemmendorf heute ein ganz besonderes Schmuckstück schaffen.
Sandra Struwe, Schmuckdesignerin: "So dann gucke ich bei dem Fell, dass ich auch wirklich zwei Fehlfarben, dass ich auch beide Fehlfarben erwische. // So dass jetzt das dunklere Fell und hier ist noch ein bisschen was Helleres. Da möchte ich auf jeden Fall auch ein Herzchen draus machen."
Insgesamt braucht Sandra vier kleine Herzen, die sie später auf dem Kettenanhänger zu einem Kleeblatt anordnen möchte. Zwei der Herzen sollen aus Fell sein, eines aus Glitzer - für den kleinen schimmernen Lichtblick und das vierte Herz entsteht aus Kayas Asche.
Sandra Struwe, Schmuckdesignerin: "Am Anfang war es tatsächlich ja so ein bisschen. . . Man hat Berührungsängste. Es war ein bisschen ungewohnt, was jetzt im Haus auch zu haben, aber jetzt überhaupt nicht mehr. Also ich weiß einfach ja, wie wichtig den Leuten es ist, einfach ein Stück bei sich zu tragen. Was ich für die praktisch mit dem Erinnerungsschmuck anfertige und auch denen quasi gebe. Und von daher habe ich jetzt überhaupt keine Berührungsängste mehr mit der Asche. "
Während jedes kleinen Arbeitsschrittes ist die 43-Jährige immer mit ganzem Herzen dabei und in Gedanken bei der kleinen Kaya.
"Innerlich ist man die ganze Zeit bei der Geschichte dabei. Man denkt bei der Anfertigung die ganze Zeit daran, weil ich mich ja wirklich eine Stunde anderthalb Stunden auf diesen Anhänger konzentriere. Und ja, da bin ich einfach komplett dabei und weiß, wer dahinter steht. Also wenn ich die Geschichte habe, ich habe nicht bei jedem Schmuckstück die Geschichte, bei diesem jetzt schon und ja, das berührt mich sehr. "
Jedes Schmuckstück hat seine ganz eigene Geschichte - und dahinter muss nicht immer der Tod stehen. Auch lebende Lieblingsmenschen können zu einem Schmuckstück werden - und so an besondere Momente erinnern. Vor knapp drei Jahren fängt damit alles an.
Sandra Struwe, Mutter: "Ich wollte gerne Erinnerungsstücke von meinen Kindern haben und habe dann einfach mal rumgetestet mit den Haaren meiner Kinder und habe halt gemerkt, dass mir das total viel Spaß macht und ja und dann ist es so daraus entstanden. Meine Ursprünge waren dann auch einfach mit der Muttermilch und mit den Haarsträhnen von Kindern und die Nachfragen nach Schmuck aus Fell oder von Verstorbenen oder auch mit Asche. Die kam dann nach und nach immer dazu und so hat sich das Ganze einfach ausgeweitet. "
Inzwischen fertigt Sandra hauptsächlich Trauerschmuck aus Haaren, Fell oder der Asche von verstorbenen Menschen und Haustieren an. - Manche Geschichte geht dabei nicht spurlos an ihr vorbei.
Sandra Struwe, Schmuckdesignerin: "Es gibt auch Schmuckstücke, die ich dann tagelang mit mir herumgetragen habe, gerade wenn es um verstorbene Kinder geht. Also ich hatte ein Schmuckstück, das werde ich nie vergessen. Das war ein kleiner Junge. Da habe ich damals auch ein Video zu drehen dürfen für Social Media und die Geschichte vorlesen dürfen und ich. Ja, also da sind mir auch einfach die Tränen gekommen. Also es ist einfach so herzzerreißend, dass wenn man selber Kinder hat, genauso wie bei Tieren, wenn man selber Tiere hat, bewegt einen das schon sehr. "
Auch den Fall von Kaya wird sie so schnell nicht vergessen. Schon bald darf der kleine Glücksbringer auf Reisen gehen - und Kayas Frauchen an die vielen schönen Momente mit ihrer Fellnase erinnern.
"11, 5 Jahre war sie der Herzschlag an meinen Füßen. Bald kann ich einen Teil von ihr wieder ganz nah bei mir tragen. Danke dir! Es gibt keine Worte dafür, was dies für mich bedeutet. Kaya fehlt, jeden einzelnen Tag. Aber es ist schön zu wissen, dass irgendwann am Ende der Regenbogenbrücke jemand schwanzwedelnd auf mich warten wird. "