Ein kleiner Hoffnungsschimmer am Samstagvormittag: Nach einer Woche läuft die Heizung zunächst wieder. In den Wohnungen war es zuvor etwa 10 Grad - und für die Anwohnerinnen und Anwohner sei offenbar niemand ansprechbar gewesen.
Schon in der Nacht zu Sonntag tritt dann die Ernüchterung ein. Seitdem kommt nichts mehr aus der zentralen Gasheizungsanlage und es bleibt - wieder mal - kalt. Diesmal scheint es endgültig zu sein - die Heizung ist kapputt. Eine Instandsetzung würde etwa 40 Tausend Euro kosten.
Und jedes Mal scheint niemand der Zuständigen erreichbar zu sein. Der urspüngliche Vermieter soll Insolvenz angemeldet haben. Die Whitefield-Gruppe soll der neue Vermieter sein, doch auch auf RTL-Anfrage wollte sie sich nicht äußern. Kontakt zu den Mietern gibt es offenbar kaum - wenn, dann kommen Briefe mit der Aufforderung Geld nachzuzahlen. Auch die Gemeinde versucht mittlerweile aktiv zu werden, scheint aber machtlos zu sein.
Christa Hecht wohnt seit mehr als 20 Jahren in ihrer kleinen Wohnung. Sie lebt mit einem Herzfehler. Die Situation nimmt sie sichtlich mit.
Aus Angst vor höher anfallenden Stromkosten will sie den jedoch auch nicht durchgängig laufen lassen. Neben der jetzigen Kälte haben die 3 Wohnblöcke seit Jahren mit Verwarlosung, Feuchtigkeit und Schimmel zu kämpfen. Die Familie Meyer lebt mit zwei kleinen Kindern auf ihren gut 60 Quadratmetern mit Schimmel in jedem Zimmer - auch hinter dem Kinderbett.
Vereinzelt wurden Fenster ausgetauscht, was jedoch auch nicht all zu viel verändert hat.
Die Familie will ausziehen aber auch das ist eine Herausforderung und würde Geld kosten.
Die Anwohnerinnen und Anwohner hoffen, dass als erster Schritt zumindest die Heizung irgendwie wieder in Betrieb genommen wird.