Frankfurt wählt. Es geht um den Verkehr, den Klimaschutz und das Wohnen in der Stadt.
Wer kümmert sich als Chef im Römer darum und wird Nachfolger von Skandal-OB Peter Feldmann.
Freistand Feldmann „Das Verlieren gehört in der Demokratie dazu, wie das Gewinnen“
20 Kandidaten wollen die Wahl am 5. März gewinnen. So viele wie nie. Wir sorgen für einen Überblick... heute: die Favoriten.
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Sie steht ganz oben auf dem Wahlzettel:
Manuela Rottmann von den Grünen.
Die Bundespolitikerin.
Die Juristin arbeitete zuletzt als Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium.
War davor sechs Jahre lang Umweltdezernentin in Frankfurt. Sie kandidierte auch schon mal als Landrätin in Bad Kissingen. Denn geboren ist sie in Bayern, kam zum Studieren an den Main.
O-Ton MANUELA ROTTMANN, B‘90/GRÜNE (Mitglied des Bundestags) "Ich hänge an Frankfurt... Potenziale nicht genutzt... nie richtig verabschiedet... Kontakte in die Bundespolitik, ist genau das was die Stadt jetzt braucht"
Ihr Hauptthema: die Klimakrise. Sie will Frankfurt bis 2035 klimaneutral machen.
O-Ton ohne Bauchbinde "Das Auto wird... 80 Prozent weniger Autoverkehr als wir ihn heute haben"
Auch Rottmanns Ideen zum Wohnungsbau orientieren sich am Ziel der Klimaneutralität.
O-Ton MANUELA ROTTMANN, B‘90/GRÜNE (Oberbürgermeister-Kandidatin)) "Wir haben jetzt gemerkt... Passivhäuser... Wohnbestand sanieren... Rechenzentren, nutzen die Wärme, die die produzieren gar nicht"
Sollte die 50-jährige die Frankfurter OB-Wahl gewinnen, will sie der Bundespolitik den Rücken zukehren.
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Nummer zwei auf dem Wahlzettel ist er:
Uwe Becker von der CDU.
Der Erfahrene.
Er war 14 Jahre lang Stadtkämmerer in Frankfurt und fünf Jahre lang Bürgermeister neben dem damaligen OBERbürgermeister Peter Feldmann.
O-Ton UWE BECKER UWE BECKER, CDU (Oberbürgermeister-Kandidat) "Ich bin jemand, der die Stadt von A bis Z kennt... kenne die handelnden Akteure... klare Vorstellung hat, wo er diese Stadt hinführen will"
Und zwar erstmal zu mehr Sicherheit und Sauberkeit, wie er sagt. Seine Hauptthemen.
O-Ton ohne Bauchbinde "Deswegen möcht ich dort anfangen, wo es schmuddeliger geworden ist... Bahnhofsviertel... mehr Polizei und Videotechnik vorgegangen wird"
Beim Thema Verkehr betont der 53-jährige, dass er Auto, Fahrrad und ÖPNV nicht gegeneinander ausspielen wolle. Alles müsse gut aufeinander abgestimmt werden. Auch er strebe eine klimaneutrale Stadt an.
O-Ton UWE BECKER, CDU (Staatssekretär für Europaangelegenheiten) "Natürlich müssen wir Frankfurt auf die Zukunft ausrichten... Menschen haben Sorge, ob sie sich Energie noch leisten können... Strom nur noch aus erneueraren Quellen... mit dem was wir an Wasserstoffpipelines demnächst hier in Frankfurt sehen"
Weiteres wichtiges Thema sei der Ausbau der Schulen, sagt Uwe Becker. Derzeit ist er Staatssekretär für Europaangelegenheiten in der Landesregierung. Von Wiesbaden ginge es also zurück nach Frankfurt, sollte ER die Wahl gewinnen.
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Favorit Nummer drei ist Mike Josef von der SPD.
Der Aufsteiger.
Seit 2016 Wohn- und Planungsdezernent in Frankfurt.
Er kam als Flüchtlingskind aus Syrien nach Deutschland. Studierte später an der Goethe-Uni.
O-Ton MIKE JOSEF, SPD (Wohn- und Planungsdezernent)"Ich weiß aufgrund meines eigenen Werdegangs... bezahlbarer Wohnraum, gutes Bildungssystem, das möchte ich ermöglichen"
Seine Hauptthemen also bezahlbarer Wohnraum und ein moderneres Bildungssystem. Er will jährlich 200 Millionen Euro in die Frankfurter Schulen investieren.
O-Ton ohne Bauchbinde "Ich will, dass unsere Schulen schneller saniert werden... Sanierungsbereich soll in eine eigene Gesellschaft kommen... Schulneubau voranbringen"
Das letzte Krippenjahr solle unbedingt kostenlos sein, sagt der 40-jährige.
Außerdem will er mehr in den öffentlichen Nahverkehr investieren und wünscht sich ein 1-Euro-Ticket für alle Frankfurter.
Energie müsse eingespart werden, aber nicht auf Kosten der Mieter.
O-Ton MIKE JOSEF, SPD (Oberbürgermeister-Kandidat) "Mieterschutz und Klimaschutz darf nicht gegeneinander ausgespielt werden... die Mieten nicht mehr leisten können"
Das alles funktioniere nur mit einer starken Wirtschaft. Dazu solle der Industriepark Griesheim gestärkt und der Standort Fechenheim gesichert werden.
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Drei Favoriten auf den Posten des Frankfurter Oberbürgermeisters mit drei unterschiedlichen Schwerpunkten.
Morgen dann die Herausforderer der anderen größeren Parteien.