Ganz egal was passiert – auf die Familie ist immer Verlass. Auch beim größten Zirkus Europas, dem Circus Krone, ist das nicht anders. Etwa 30 Ukrainerinnen und Ukrainer gehören zur Zirkus-Familie.
OT Martin Lacey jr, Direktor Cirkus Krone
„Wir haben gesagt, wenn die Familien zu uns kommen, ist das überhaupt kein Problem. Wir finden einen Platz für sie. Es ist sehr emotional.“
Sieben Jahre gehörte auch Anna als Ballerina zum Ensemble. Wegen Putins Krieg musste die Mutter mit ihrem Sohn Timothy zurück zu den alten Kollegen fliehen.
OT Anna
„You can’t imagine, guys, what happened there. Nobody understand why. We just crying and we ask all to stop this if it’s possible now because a lot of people and kids are dying. You can’t imagine when you inside of this, it’s horrible. It’s like in hell.“
„Ihr könnt euch nicht vorstellen, Leute, was dort passiert ist. Niemand versteht, warum. Wir weinen nur und wir bitten alle, das zu stoppen, wenn es nur irgendwie möglich ist, denn viele Menschen und Kinder sterben jetzt. Ihr könnt es euch nicht vorstellen, wenn ihr da drinnen seid, es ist furchtbar. Es ist wie in der Hölle.“
Timothy und Anna kommen aus der umkämpften Millionenstadt Charkiw.
OT Anna
Yesterday, a bomb was just next to my house. We are lucky nobody there. But stilly neighbours still people there. They are all underground now. There is no water, no electric und es ist -10 Grad. Everything is closed, no food.
„Gestern schlug eine Bombe direkt neben meinem Haus ein. Wir hatten Glück, dass niemand dort war. Aber in der Stadt sind immer noch Leute. Sie sind jetzt alle unter der Erde (in Sicherheit/ Alternativ: in Bunkern?). Es gibt kein Wasser, keinen Strom und es ist -10 Grad. Alles ist geschlossen, kein Essen.“
An eine Rückkehr in die Ukraine ist jetzt nicht zu denken.
OT Anna
I hope, it’s happening tomorrow. Just pray for Ukraine, pray for my parents, who are there. My husband of course. He is there. He was working also here with us. I don’t know who knows. Only god maybe know, when all this stop and all this finish.
„Ich hoffe, es passiert morgen. Beten Sie einfach für die Ukraine, beten Sie für meine Eltern, die dort sind. Mein Mann natürlich auch. Er ist dort. Er hat auch hier bei uns gearbeitet. Ich weiß nicht wann das endet. Vielleicht weiß nur Gott, wann das alles aufhört und ein Ende findet.“
Bis dahin sind Anna und ihr Sohn in Sicherheit. Zuhause bei ihrer zweiten Familie in Deutschland.