Die kleine Charlotte ist ein lebhaftes Kind - aber sie leidet an einer sehr seltenen Ess-Störung: Dem sogenannten Pica-Syndrom.
Nikki Cook, Mutter: "Hier man hier an der Treppe sehen kann, hat Charlotte den Teppich gegessen...macht einem Angst, dass das in ihrem Magen ist"
Aber das Mädchen isst nicht nur Teppiche, auch vom Familiensofa, Decken, und ihre Kuscheltiere. Jeden Abend kontrollieren Charlottes Eltern das Kinderzimmer, damit sie möglichst wenig gefährliche Gegenstände zu sich nehmen kann. Für das Kind ist es ein Zwang, sie weiß nicht, weshalb sie diese Dinge isst. Für die Eltern eine Angstpartie.
Wenn Charlote sowas wie das hier findet und isst, dann könnte sie ersticken!
Die Mediziner wissen nicht genau, woher diese gravierende Essstörung kommt, ob es einen Zusammenhang zum Autismus gibt. Der Mann in Indien hatte scheinbar alles metallische gegessen - litt unter starken Bauchschmerzen, kam mit Fieber in die Notaufnahme (FOTO lange zeigen)
Dr. Specht: Die spitzen Gegenstände können sich natürlich in die Schleimhaut einbohren, dann kann es zu Perforationen von Magen oder Darm kommen, bis hin eben zum sogenannten akuten Bauch.Wenn also Bakterien dann in den Bauchraum übertreten, das ist ein absoluter Notfall, der innerhalb von wenigen Stunden zum Tod führt, wenn er nicht sofort behandelt wird.
Alleine schaffen die Betroffenen es nicht, ihre Sucht unter Kontrolle zu bekommen. Die Engländerin Patricia wurde von ihrer Mutter verlassen, als sie zwei Jahre alt war. Sie bekam schwere Depressionen - und das Pica-Syndrom. Seitdem isst sie Steine aus den Wänden. Ihr Mann konnte sie überreden, sich Hilfe bei einer Psychologin zu holen. (ab TC 0300)
Patricia: „Sie hilft mir bei den ersten Schritten, um mein PICA-Syndrom in den Griff zu kriegen.“
Patricia hat den Kampf gegen ihren Zwang aufgenommen - vor ihr liegt ein langer Weg:
Dr. Specht: "Die Behandlung ist sehr, sehr schwierig, weil wir sind ja hier stark im psychiatrischen Bereich, im verhaltensauffälligen Bereich. Und diese Behandlungen sind natürlich langwierig, denn es gibt keine speziellen Medikamente, die man geben kann."
Und auch für die kleine Charlotte scheint es Hilfe zu geben - zwei renommierte Psychologen wollen sie auf ihrem Weg in die Normalität unterstützen.