Es sollte für Celine ein unvergesslicher Wochenendausflug werden. Doch drei Betreuer der Freiwilligen Feuerwehr Rötha sollen ihr das Leben zur Hölle gemacht haben!
Celine: "Sehr viel noch zu kämpfen. Sehr viele Erinnerungen noch daran. (...) Und es belastet mich immer noch sehr."
Die Männer sollen die damals 13-Jährige gefesselt und misshandelt haben. Für Celines Mutter immer noch völlig unverständlich.
Mutter: "Also es geht mir immer noch sehr nahe. Und ob es das jemals bessern wird das wird alles seine Zeit dauern."
Ab heute stehen die drei Feuerwehrmänner vor Gericht. Mutter und Tochter hoffen jetzt auf eine gerechte Strafe.
September 2022. Celine ist mit ihrer Jugendfeuerwehr nahe Leipzig in einem Wochenendcamp. Sie singt, ist gut gelaunt, hat Spaß. Die freiwillige Feuerwehr ist wie ihr zweites Zuhause.
"Sie hatte sich das Hobby ausgesucht. Und ich war mir sicher, dass sie in guten Händen ist."
Aber was Mutter Diana nicht ahnt, die Betreuer hier scheinen Grenzen zu überschreiten. Es beginnt mit harmlosen Spielereien, aber daraus wird schnell ernst.
Celine: "Dann haben die mich halt kopfüber genommen und haben mich in die Mülltonne gesteckt und in der Mülltonne drin war halt Kippenschachteln, Essensreste drin und Müll."
"Sie wurde mit Panzertape beklebt. Ob Mund, Hände, Arme und auch so ein Spanngurt. Also sie wurde komplett gefesselt an einer Bierzeltgarnitur."
Andere Campteilnehmer sollen das auch noch gefilmt haben. Eine Betreuerin rettet Celine dann endlich aus dieser Situation. Später stellen Ärzte Hämatome an vielen Stellen ihres Körpers fest.
Nach den Demütigungen kann die damals 13-Jährige wochenlang nicht zur Schule gehen, hat Panikattacken und Schlafstörungen. Die Familie zieht sogar einen Psychologen hinzu. Doch das Trauma bleibt. Celines Mutter erkennt ihre sonst so lebensfrohe Tochter kaum noch wieder.
"Seitdem das passiert ist, hat sich das alles sehr verändert, muss ich sagen. (...) Also, wir waren vorher glücklicher."
Heute startet endlich der Prozess gegen die drei Feuerwehrmänner vor dem Amtsgericht in Borna. Kein leichter Tag für die mittlerweile 15-Jährige.
"Auf einer Seite habe ich auch ein bisschen Angst vor die Begegnung und wie alles sich rausstellt."
Bei einer Verurteilung droht den Männern eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. Celine hofft aber vor allem darauf, nach dem Prozess endlich mit dem Erlebten abschließen zu können.