Das sieht noch nicht nach Sommer aus! Holgers Terrasse braucht dringend ne Auffrischung - gemeinsam mit den Testerinnen Irina und Shelly geht er das heute an!
„Ja, der Schmutz bleibt nicht aus und vor allen Dingen der Grünspan, der wird auch verdammt gefährlich. Wenn es so ein bisschen regnet, dann ist das hier eine Schlittschuhbahn. Das muss runter von dem Holz.“
Und WIE das geht zeigen viele Videos im Internet.
Zum Beispiel mit einem elektrischen Flächenreiniger oder diesem Hausmittelrezept, das Irina testet: sie mischt fünf Liter warmes Wasser mit drei Löffel Speisestärke und 100 Gramm Waschsoda. Kostenpunkt: Zwei Euro.
Zuerst muss der grobe Dreck weg. Dann kann Irina das Soda-Gemisch mit einem großen Pinsel auftragen.
„Es lässt sich sehr leicht einarbeiten. Es riecht nicht. Nur die Terrasse ist ein bisschen groß dafür. Aber das schaffen wir schon. Das kriegen wir hin.“
Auf der andern Terrassenhälfte probiert Shelly den Flächenreiniger mit rotierenden Düsen aus. So ein Gerät gibt’s ab 350 Euro zu kaufen - oder für etwa 30 Euro im Baumarkt zu mieten.
Handwerker Holger zeigt wie es geht:
„Wir können den Druck hier vorne einstellen. Bei Hartholz-Decks wie hier, kann man sicherlich einen höheren Druck fahren. Ansonsten bei weichen Holtz einen weicheren“
„Alles klar, dann lege ich mal los.“
Der Reiniger eignet sich laut Hersteller für Holz- und Steinterrassen. Genau wie Irinas Hausmittel!
„Das Soda bildet jetzt hier eine Lauge und legt sich auf das Holz, bindet dabei den Schmutz, Moos löst es ab vom Holz und kann dann später nach Einwirkzeit abgewaschen werden.“
Drei bis vier Stunden dauert die Einwirkzeit. Bei warmem Wetter sollte man die Fläche mit Wasser feucht halten, damit die Lauge nicht austrocknet.
Da ist Shelly mit dem Reinigungsgerät schneller: Kleine Reste mit dem Hochdruck-Sprühkopf entfernen, fertig.
„Ja, knappe anderthalb Stunden und ich bin jetzt auf jeden Fall auch durch. Ich muss jetzt gar nichts mehr machen.“
„Ja, ich habe ja noch ein paar Stündchen. Ich muss das jetzt erstmal einwirken lassen und zwischendurch immer nass machen.“
„Okay, dann können wir in der Zwischenzeit was anderes machen.“
„Ja.“
Die alten Gartenstühle sollen laut Social Media Videos mit Hitze oder mit Sprühlack neuen Glanz bekommen. Den Lack gibt’s für 9 Euro im Baumarkt, genau wie den Bunsenbrenner für circa 35 Euro inklusive Gaskartusche. Nach der Grundreinigung mit Spüliwasser geht’s los:
„Du musst nicht so viel wedeln beim Sprühen. Du kannst lieber lang-sam die Fläche lang sprühen und dann lieber ein bisschen weniger, weil wenn wir zu viel haben, haben wir Nasen drauf. Wir können lieber nachher noch ein zweites Mal drüber sprühen.“
„Alles klar.“
Bevor die zweite Lackschicht draufkommt, muss der Sprühlack 15 Minuten trocknen.
Irina arbeitet stattdessen mit dem Bunsenbrenner. Der entwickelt bis zu 1800 Grad Hitze. Damit das Plastik nicht schmilzt, muss sie mit dem Hitzestrahl etwa 5-15cm Abstand halten.
„Schau dir das mal an.“
„Wahnsinn, oder?“
„Das ist so krass, wirklich. Hammer.“
„Das hätte Ich nicht gedacht.“
„Warte mal, ich versuche es mal ein bisschen näher.“
„Ja, ich schätze den Stuhl auf so 10, 15 Jahre Alter und die graue Oberfläche ist durch UV-Strahlung entstanden. Und wenn wir den Stuhl jetzt heiß machen mit dem Bunsenbrenner, dann verschmilzt eigentlich der Kunststoff wieder mit seiner ursprünglichen Farbe, die darunter erhalten ist. Und dann kommt er wieder im alten Glanz zum Strahlen.
„Also super einfach, sehr schnell. Besser als dein Lackieren, ne?
„Ja, ich würde auch sagen. Vor allem, du musst das nur einmal machen.
Ich gehe jetzt wieder rüber und mache die zweite Schicht drauf. Also, have fun.“
Aus alt mach neu - mit ganz wenig Aufwand!
„Wir haben so ein bisschen eine scheckige Oberfläche. Ich glaube das liegt daran, weil wir es auch zum ersten Mal gemacht haben, dass wir mit dem Brenner teilweise zu nah dran waren. Wenn man glaube ich mit einem gleichmäßigen Abstand darüber geht, dann wird das Ergebnis noch besser.“
Kann Shellys Sprühlacktechnik mithalten?
Nach der zweiten Lackschicht sieht auch ihr Gartenstuhl fast wie neu aus.
„Da durch die UV-Belastung der Stuhl sehr stumpf geworden ist, würde man wahrscheinlich mit einer dritten und vierten Lackierung ein noch besseres Bild hinbekommen. Aber für einen Gartenstuhl, der auch immer Wind und Wetter ausgesetzt wird, ist es perfekt.“
„Ja eben und ich meine, da kommt da eh noch eine Auflage drauf und der sieht echt aus wie der neue. Also schade, wenn man den jetzt weggeschmissen hätte.“
„Genau.“
Jetzt fehlt noch die Grillreinigung. Irina probiert den Netztipp mit Alufolie aus – Kostenpunkt: 1,80 Euro. Shelly nutzt einen Spezial-Rostreiniger und eine Grillbürste für insgesamt 20 Euro.
„Siehst du schon einen Unterschied?“
„Ja, schau mal. Siehst du? Hier oben.“
„Ah, krass.“
„Natürlich ist es jetzt schwer, hier reinzukommen mit der Folie. Aber hier oben finde ich das Ergebnis eigentlich schon ganz gut.“
„Gut, ja und ich finde jetzt, bei mir siehst du nichts. Also, weißt du, da sieht man jetzt keinen direkten Unterschied. Und dafür, dass das Zeug so teuer ist.“
Die Alufolie kommt mit Verkrustungen und Fettrückständen besser klar als das teurere Spezialequipment. Und Holger fällt noch etwas auf:
"Kleiner Sicherheitshinweis, die Drähtchen können sich auch lösen. Man muss das Grillrost danach immer nochmal sauber abwaschen. Sonst hat man vielleicht nachher so ein Drähtchen in der nächsten Bratwurst und ich glaube das möchte keiner erleben."
Vor der Bratwurst steht noch die Terrassenreinigung an. Nach vier Stunden Einwirkzeit kommt die Sodamischung runter vom Holz.
„Und du siehst halt auch direkt so hier wieder auch wie der ganze Schmutz da so weg geht. Also krass!“
„Wir treiben den Schlamm jetzt vor uns her. Den holen wir aus den Rillen raus, löst sich gut ab.“
„Perfekt, okay, sind wir gleich fertig.“
Die Terrasse war vorher voller Grünspan und ist jetzt nach der Reinigung mit Sodalauge und Flächenreiniger richtig sauber. Der Grünspan ist auf beiden Seiten verschwunden.
„Wirklich? - Fühlt sich beides gleich an.“
„Ja, und auch beides finde ich wirklich richtig gut sauber geworden. Hätte ich jetzt von dem Soda echt nicht erwartet, ne? Also richtig gut.“
„Das stimmt.“
Die Sodareinigung, ist aufwendiger, aber günstiger als der Flächenreiniger. Funktioniert haben in unserem Test alle Tricks aus dem Netz - auch Grill und Stühle sind bereit für den Sommer!