Peter Tschentscher im Gespräch: Bundesratspräsident auf US-Reise
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{Jan Bulig, Redaktionsleiter RTL Nord}
„Herr Bürgermeister, es war für Sie sehr früh klar, dass das in die USA gehen wird, warum heute diese Reise in Richtung Westen?"
{Peter Tschentscher, SPD
Erster Bürgermeister}
"In internationalen Krisen, in schwierigen Zeiten sollte man sich schon auf die guten Verbündeten besinnen. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind seit Jahrzehnten die engsten wirtschaftlichen und militärischen Verbündeten Deutschlands, und insofern ist es gut, in diesen Zeiten den Schulterschluss zu suchen und auch möglichst viele praktische Kooperationen auf den Weg zu bringen, die uns in den nächsten Jahren helfen."
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"Und insofern ist es beides der Besuch, ein politischer Besuch des Bundespräsidenten aber eben auch. Eine Reise, bei der wir praktische Ideen für Kooperationen entwickeln wollen. "
{Jan Bulig, Redaktionsleiter RTL Nord}
"Sie wollen eine strategische Partnerschaft mit den USA unterfüttern, wie Sie gesagt haben. Wie macht man das?"
{Peter Tschentscher, SPD Bundesratspräsident}
Indem man darauf blickt, was die Vereinigten Staaten und Deutschland beschlossen haben, nämlich eine strategische Partnerschaft im technologischen Fragen, im Klimaschutz, in Energiefragen zu gründen. Und das funktioniert ja nicht, indem man Verträge macht, sondern indem man praktische Umsetzung sprojekte entwickelt. Und deswegen ist es gut, dass wir mit wissenschaftlichen Institutionen , auch mit innovativen Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks hier zusammenkommen, um zu besprechen, was man tun kann, um zum Beispiel Wasserstofftechnologie Gemeinsam weiterzuentwickeln und zum Beispiel auch Energie, die in den Vereinigten Staaten, die auf dem amerikanischen Kontinent zur Verfügung steht, in Form von grünen Energieträgern nach Europa zu transportieren."
{Jan Bulig, Redaktionsleiter RTL Nord}
"Sie wollen unter anderem Nancy Pelosi treffen, eine der profiliertesten Parlamentarierinnen der Welt. Auch die härtesten Kritikerinnen von Donald Trump. Inwiefern ist sie für Sie ein Vorbild? Was bedeutet Ihnen das?"
{Peter Tschentscher, SPD
Erster Bürgermeister}
"Nancy Pelosi ist ja eine außerordentliche Führungspersönlichkeit in der amerikanischen Politik über lange Zeit gewesen. Sie war, wenn man so will, auch eine eine Frau, die in Zeiten des Angriffs auf den Kapitol Verantwortung getragen hat. Sie hat eine bemerkenswerte Reise nach Taiwan unternommen, und insofern ist es eine hochinteressante Persönlichkeit. Und ich freue mich auf das Gespräch, um ein Stück weit die Sicht auf die amerikanische Sicht, von der Sie auch auf die aktuellen Themen kennen zu lernen."
{Jan Bulig
Redaktionsleiter}
"Was muss denn passieren in den kommenden Tagen, damit Sie am nächsten Samstag bei der Rückreise sagen: Das war eine gute Reise für mich?"
{Peter Tschentscher, SPD
Erster Bürgermeister}
"Also ich erwarte schon, dass wir deutlich machen, dass die deutsch-amerikanische Freundschaft uns wichtig ist. Es wird diese politischen Gespräche geben. Ich glaube, da kann man schon ein bisschen die Sichtweise aus Deutschland, Gesprächen mit amerikanischen Politikerinnen und Politikern. Und dann erhoffe ich mir aber gerade aus dem Besuch in Kalifornien, im Silicon Valley, im Hafen von Los Angeles Dass wir Impulse bekommen für innovative Projekte, für wissenschaftliche Kooperationsprojekte, die uns voranbringen in den Themen, die unsere Zeit einfach erfordern. Wir müssen eben vorankommen mit Klimaschutztechnologien, mit der Energiewende, mit der Digitalisierung. Und dort gibt es unglaublich starke Impulse, auch ein großes Interesse. Wir haben das schon in der Vorbereitung der Reise erfahren, dass die Hightech Unternehmen im Silicon Valley uns zur Verfügung stehen als Ansprechperson . Und insofern wird es sicher ein sehr interessanter Teil."